St. Pöltner Falken beendeten die Saison mit einem Sieg

Erstellt am 08. Juni 2022 | 02:19
Lesezeit: 3 Min
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Die jungen Fivers wurden von einem entfesselten Jan Neumaier (r.) gleich ordentlich durcheinandergewirbelt. Trainer Damir Djukic „parkte“ daraufhin den Rückraumspieler auch zum Schutz der überforderten Gegner auf der Kreisläuferposition.
Foto: Foto Stumpfer
Falken gewinnen das bereits bedeutungslose Match gegen die Fivers 2. Kral fehlt St. Pöltnern den ganzen Herbst.
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Bereits vor dem letzten Spiel der Abstiegsrunde Südost standen die Fivers 2 als Meister fest und waren aus taktischen Gründen, am Montag gibt es für sie noch ein Cupmatch, nur mit ihrem Futureteam angereist. Doch auch die St. Pöltner hatten Personalsorgen.

Zwei Covid-Fälle (Alex Pils und Jakob Tiefenbacher), ein gezogener Weisheitszahn bei Pauli Pirkfellner sowie Paul Posset, der sich beim Training unter der Woche eine Bänderverletzung zugezogen hatte, fehlten. Doch vor allem Jan Neumaier, Jojo Kral und Martin Zettel machten von Anfang an klar, wer der Herr im trotz Hitze gut besuchten Sportzentrum NÖ ist. Die Fivers U 18 konnte nur bis 5:5 (8.) mithalten. Als dann auch noch Marc Hübner im St. Pöltner Tor für eine Parade nach der anderen sorgte, bröckelte der Wiener Widerstand.

Djukic nahm selbst Druck aus dem Spiel seiner Truppe

Coach Damir Djukic ließ Gnade vor Recht ergehen, und spielte vor allem mit seinen Verteidigern. Oft standen fünf am Feld. Der überragende Kral erhielt kaum noch Einsatzzeit und Neumaier wurde als Kreisläufer faktisch freiwillig kalt gestellt. Hätte er weiter aus dem Rückraum gespielt, wäre an diesem Tag wohl jeder Wurf ein Treffer gewesen. Trotzdem ziehen die Falken auf 13:8 (21.) davon, zur Pause steht es 18:11.

Nach dem Seitenwechsel sorgt ein Doppelausschluss gegen die Falken kurz dafür, dass Djukic nochmals auf Kral und Neumaier in deren angestammten Positionen zurückgreift. So gibt es keine Chance auf ein Comeback der Jung-Fivers. Bis zum Ende des Spiel wird der Vorsprung noch größer — 34:25.

Bester Werfer neben Neumaier (7) war Moritz Mossgöller, der sich in einer Führungsrolle zu bewähren hatte. Als Man of the match wurde Kral gewählt, der aber die gewonnene Flasche Wein Neumaier weiterreichte. „Er verdient heute die Auszeichnung,“, meinte Kral, der dafür einfach zu wenig Einsatzzeit hatte.

Kral, der nach einer schweren Bänderverletzung zuletzt seine Bestform gefunden hat, wird den Falken im Herbst fehlen. Er geht aus Studiengründen für ein halbes Jahr nach Irland. Für die Aufstiegsambitionen der Falken bedeutet dies wieder einen herben Dämpfer.