St. Pöltner können nicht siegen

Heimniederlage trotz solidem Spiel. Falken kämpfen ohne Glück — 23:25 gegen Atzgersdorf.

Erstellt am 06. Oktober 2021 | 00:42
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Jan Neumaier und die Falken verpassten auch gegen WAT Atzgersdorf den ersten Saisonsieg. Goalie Florian Reindl machte ein ums andere Mal die „Mauer“.
Foto: Claus Stumpfer

Tolle Stimmung und guter Besuch in der Prandtauerhalle, die Atzgersdorfer haben zu Beginn Vorteile aufgrund einiger technischer Fehler der Falken. Außerdem vernagelt Atzgersdorfs Goalie Florian Reindl gleich zu Beginn sein Tor und sollte bis zum Schluss ein starker Rückhalt der Gäste bleiben. Zwischenstand in der 17. Minute: 4:6 aus Falken-Sicht.

Doch die Heimischen geben sich beim „Besuch“ in ihrer eigentlichen Heimat nicht so schnell geschlagen. Vier Minuten später ist der Ausgleich zum 6:6 geschafft. Ab nun legen die Wiener immer vor und die Heimischen ziehen meist gleich nach. Nur kurz vor der Pause gelingt es den Gästen erneut, zwei Tore Vorsprung herauszuholen. Mit 11:13 geht es in die Kabinen.

Bislang haben die Falken in fast jedem Spiel zur Pause geführt, dann aber den Vorsprung verspielt, diesmal liegt man gleich hinten. Und Atzgersdorf kommt auch besser aus der Kabine, erhöht auf 15:12 (33.). Doch die Falken beweisen Moral und können sogar in Unterzahl zum 15:15 ausgleichen (37.). Und eine Viertelstunde vor Schuss führen die Falken sogar mit 19:18, was die Gäste bewegt, eine Auszeit zu nehmen.

Das Spiel wogt hin und her. Einige vergebene Chancen, aber auch technische Fehler der St. Pöltner in dieser Phase sorgen erneut dafür, dass die Wiener das Spiel unter Kontrolle bringen. Von 21:20 (50.) ziehen sie auf 23:20 davon und dann gelingt beiden Teams in der Crunchtime wenig Zählbares, auch weil beide Goalies — im zweiten Durchgang spielte bei den St. Pöltnern Obmannsohn Jakob Kögl — in Topform agierten. Kögl wurde von den Gästen auch zum „Man of the match“ auf Falkenseite gekürt. Am Ende siegt Atzgersdorf mit 25:23.

Bester Werfer der Falken war diesmal Paul Posset (6), bi den Gästen agierte Alen Bajgoric (8) spielbestimmend.
„Gegen diese starke Mannschaft hat nicht viel gefehlt“, war Obmann Kögl nach der letztwöchigen Pleite gegen Graz wieder etwas besänftigt.
Fakt ist aber, dass man derzeit über die Gegner „nicht drüber“ kommt, man sich zu sehr ans Spiel anpasst. Gegen starke speilt man gut mit, gegen die vermeintlich Kleinen agiert man selbst auch schwach.

In Krems trifft man auch auf Lukas Nikolic

Am Samstag muss man nun zum Derby gegen Brixton Fire Krems II/Langenlois nach Krems. Falken-Coach Damir Djukic warnt auch vor diesem Gegner und will von Pflichtsiegen nichts mehr wissen. „Angeführt von Luki Nikolic, der nach Krems zurückkehren musste und uns natürlich fehlt, haben sie in Bestbesetzung einen Kader, der auch gefährlich werden kann.“ Und am 23. Oktober geht es dann in Tulln weiter.