Holland mitten in Schlammschlacht. Bei der Heim-WM in Leogang fuhr die 18-Jährige Wilhelmsburgerin ihr bislang härtestes Rennen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 14. Oktober 2020 (01:04)
Der viele Regen hat etliche Passagen der Strecke in Leogang praktisch unfahrbar gemacht. „Das Rennen war unmenschlich schwer“, klagte auch Conny Holland. Am Ende gab es Rang 13 für die Bezirksathletin.
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Conny Holland war letzte Woche bei den Mountainbike-Heim-Weltmeisterschaften im salzburgischen Leogang Mitglied des österreichischen Nationalteams. Anders als ihr verletzter Bruder konnte die 18-jährige Wilhelmsburgerin beim Saisonhighlight an den Start gehen.

Für Holland war es bereits die zweite WM-Teilnahme, doch dieses Mal unter komplett anderen Bedingungen, wie sie schildert: „Aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen waren bei diesem Großevent alle Zuschauer verboten und auf das Gelände gelangte man nur mit einem speziellen Ausweis und einem Mund-Nasen-Schutz. Zusätzlich mussten alle Fahrer und Betreuer einen negativen Corona-Test vorweisen — also für die Sicherheit wurde gesorgt!“

Am ersten Tag fuhren sich die Sportler im sogenannten „Team Relay“ die ersten Medaillen aus, wobei auch gleich Holland gleich an den Start ging. Das Team setzte sich aus sechs Fahrern einer Nation (je drei Herren und Damen) zusammen, wobei jeder eine Runde auf der Cross-Country-Strecke zu absolvieren hatte, um dann auf den nächsten Fahrer zu übergeben.
Holland ersetzte dabei als Schlussfahrerin die krankheitsbedingt ausgefallene Laura Stigger. Am Ende erreichte das österreichische Nationalteam in der Besetzung Max Foidl, Mario Bair, Lukas Hatz, Corina Druml, Mona Mitterwallner und eben Holland den sechsten Rang — das zweitbeste Ergebnis in der österreichischen Team-Relay-Geschichte!

Am nächsten Tag startete Holland dann bei ihrem eigentlichen Saisonhöhepunkt: der Juniorinnen-Cross-Country-WM. „Die Strecke war aufgrund der sehr steilen und langen Anstiege sowie sehr schnellen und technisch anspruchsvollen Abfahrten, ohnehin hart zu fahren. Doch der viele Regen hat etliche Passagen praktisch unfahrbar gemacht, das Rennen war unmenschlich schwer“, erzählt sie. Nach einer Fahrzeit von 1:25 Stunden konnte die Wilhelmsburgerin dennoch am soliden 13. Rang finishen. Gold holte ihre Teamkollegin Mona Mitterwallner vor der deutschen Luisa Daubermann und der Tschechin Aneta Novotna.