Erstellt am 02. Juni 2014, 07:54

von Claus Stumpfer

Huber ist der Erste. Noch nie hat ein ÖsterreiCher bei einer WM Edelmetall im Herreneinzel gewonnen — St. Pöltens Lukas Huber hat es geschafft!

Sensationelle Erfolge bei der Einzel-Weltmeisterschaft in Brünn für Lukas Huber und Julia Schweizer. Die beide Athleten vom BSV Voith St. Pölten, holten jeweils Bronze. Huber wurde in der „Königsdisziplin“ Einzel Classic Dritter, Schweizer gelang dies im Sprintbewerb.

„Wie dicht die Weltspitze beisammen liegt, sieht man anhand der Qualifikation“, wundert sich Nationaltrainer Gerhard Pracser. Huber stieg nämlich mit Rang 32 gerade noch in die nächste Runde auf. Dort warteten der Sieger der Qualifikation und die Nummer eins der Weltrangliste Vilmos Zavarko. Der Serbien war der der absolute Titelfavorit, doch Huber gewann mit einer Superleistung in einem atemberaubenden Spiel nach 2:2-Satzgleichstand nur aufgrund der höheren Kegelanzahl (648:644) und erreichte die 3. Runde. Hier wartete mit Branislav Bogdanovic aus Kroatien ein Haudegen. Der Wölblinger Huber gewann den ersten Satz, der Kroate den zweiten und der dritte Satz endete unentschieden. Hube rbehielt die Nerven, sicherte sich Satz vier und zog ins Viertelfinale ein, in dem er den jungen deutschen Axel Schondelmeier mit 3:1 besiegte. „Der Sieg klingt deulicher als er war“, lacht Vater Gustav Huber, denn die Kegelanzahl mit 653:640 zeigt odch, wie umkämpft auch dieses Spiel war. Somit stand schon Bronze fest, da der dritte Platz bei der Wm nicht ausgespielt wird.

Im Semifinale traf Huber auf den späteren Weltmeister Levente Kakuk aus Ungarn, der den ersten Satz für sich entschied. Huber kam aber zurück, gewann die Sätze zwei und drei. Der Finalkampf war zum Greifen nah, doch der Ungar gewann Satz vier und hatte mit 671:637 doch deutlich mehr Kegel abgeräumt. Im Finale besiegte er seinen Landsmann Tamas Kiss 3:1. Doch Hubers Bronzene war Österreichs erste Medaille im Einzel Classic.

Schweizer sicherte sich ihre Bronzene mit Siegen über die Dänin Mette Jensen, Meri Janeva aus Mazedonien und der Slowenin Nada Savic. Im Semifinale unterlag sie der späteren Siegerin Lucie Vaverkova aus Tschechien im Sudden Victory nach 1:1. Auch hier wurde der dritte Platz nicht ausgespielt.