Huskybrüder auf Erfolgskurs. HUNDESCHLITTEN / Nach dem Europameistertitel im Vorjahr will Christoph Rotter jetzt auch Weltmeisterkrone nach Neidling holen.

Erstellt am 31. Januar 2011 (00:00)
Christoph Rotter hat nach dem EM-Titel im Vorjahr heuer nur ein Ziel: die WM-Krone!ZVG
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VON CLAUS STUMPFER

Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft war für Christoph Rotter heuer nahezu ein Kinderspiel. Nach dem fünften Europacup-Rennen hält er bei vier Siegen in diesem Bewerb und auch den Staatsmeistertitel sowie den Alpencup-Titel konnte er im Zweiergespann klar für sich beanspruchen. Jetzt gilt der Neidlinger natürlich auch bei der WM als heißestes Eisen im österreichischen Team.

„Christoph trainiert heuer schon seit Sommer extrem hart, aber vor allem drei Wochen Höhentraining in Italien haben ihn zuletzt in eine wahre Überform gebracht“, ist auch Markus Rotter, der Bruder, Coach und Schlittenbauer, schwer beeindruckt. Immer wieder lässt er sich die Trainingsdaten per E-Mail übermitteln, und sieht sowohl die Werte die Werte der Hunde als auch die seines Bruders so gut wie nie. Das ist umso erstaunlicher, als im Vorjahr das Leittier verstorben ist. „Huskys sind extrem sensibel und diesen Schock mussten wir gemeinsam mit dem Rudel erst verdauen“, erzählt Markus Rotter.

Tod des Leittiers ließ Team  mehr Zusammenwachsen

Dass Drama um seinen Hund, zu dem er natürlich eine sehr innige Beziehung hatte, ist vielleicht auch ein Grund dafür, dass Christoph die bisherigen Erfolge in dieser Saison recht kalt gelassen haben. „Hauptgrund ist aber sicher, dass er dermaßen auf die kommende Weltmeisterschaft fokussiert ist“, glaubt sein Bruder. Fakt ist jedenfalls, dass es bislang kaum Feiern mit großen Emotionen nach seinen heurigen Erfolgen gab. „Wenn du Europameister bis, dann gibt es eigentlich nur mehr ein Ziel, und das ist die WM-Krone, und die soll heuer nach Neidling“, macht Christoph Rotter gegenüber der NÖN eine klare Kampfansage an die Konkurrenz, die auch heuer wieder vor allem aus Tschechien, Deutschland, der Slowakei und Übersee kommen dürfte.

Natürlich will Christoph Rotter zwar auch bei der Europameisterschaft in Italien vom 4. bis 6. Februar den Titel verteidigen, doch eine Woche später bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei gilt es dann wirklich: „Meine ganze Konzentration gilt heuer diesem Bewerb“, sagt der Spitzensportler.