In letzter Sekunde. Spannung pur bis zum Schluss bot das erste Halbfinale, mit dem besseren Ende für die St. Pöltner Falken.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 03. Mai 2017 (05:26)
NOEN, Wolfgang Wallner
Markus Wagesreiter sorgte in der Schluss-Sekunde mit seinem Tor für die Entscheidung zugunsten der St. Pöltner.

Ein selbst am Samstag bereitgestellter Putztrupp vor allem von Spielermüttern hat überhaupt erst das Halbfinale für die St. Pöltner im Sportzentrum NÖ ermöglicht. „Es hat furchtbar ausgesehen, vier Stunden wurde vor dem Match geschuftet“, bedankt sich Obmann Kögl bei allen, die mitgeholfen haben, ist aber über die Zustände im Sportzentrum NÖ nicht erfreut. „Offenbar haben die Verantwortlichen dort nicht geglaubt, dass wir, wie auch die Basketballer, im Mai noch im Bewerb sind und die Halle nützen müssen.“

Das Spiel wurde dann der hohen Erwartungshaltung auf beiden Seiten gerecht. Vor allem die Torhüter standen wie schon in der Vorwoche im Mittelpunkt und lieferten die besten Leistungen ihrer Teams in diesem ersten Halbfinalspiel der Best-of-three-Serie ab, was schon der Niedrigscore dieser Partie deutlich macht. Selbst bei Siebenmetern waren beide Goalies kaum zu bezwingen, Szabo hielt drei, Filzwieser sogar fünf!

St. Pöltner gingen erst spät in Führung

Die Gäste aus der Steiermark erwischten aber den besseren Start, führten die ganze erste Halbzeit über, ohne sich allerdings entscheidend absetzen zu können. Vor allem der starke Youngster Kevin Wieninger hielt die Heimischen im Spiel, drückte der Partie seinen Stempel auf und erzielte nach 2:5-Rückstand auch den Ausgleich zum 8:8. Zur Pause führten die Gäste aber erneut mit 13:11.

Die Partie blieb aber bis zur Schluss-Sekunde spannend. „Auch weil wir es im zweiten Durchgang verabsäumt haben, einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen“, waren Kögls Nerven voll strapaziert.

Weilguny war es, der mit seinem Tor zum 18:17 die St. Pöltner erstmals in Führung brachte. Beim Stand von 24:21 wenigen Minuten vor Schluss schien die Partie gelaufen, doch die Gäste nutzen ungenutzte Chancen der Gastgeber nun eiskalt aus.

40 Sekunden vor Schluss trifft Gesslbauer zum 24:24 und lässt die Steirer wieder hoffen. Mit der letzten Chance des Spiels versenkt aber Spielertrainer Markus Wagesreiter einen abgefälschten Ball im Tor und lässt sein Team jubeln. „Der Sonntag war dann richtig schön“, bilanziert Kögl, der bekennt: „Wenn ich an die Schlussphase denke, dann zittere ich jetzt noch.“

Durch diesen Heimsieg stellen die Falken in der best-of-three Serie auf 1:0 und haben nächste Woche in der Weststeiermark die Möglichkeit den vorzeitigen Finaleinzug zu fixieren. Sollte das nicht gelingen, wäre am 13. Mai das dritte Spiel des Halbfinales wieder in St. Pölten (17 Uhr).