Ironman findet jetzt unter CHALLENGE-Marke statt. Qualifikation für die WM auf Hawaii ist nicht mehr möglich, aber Qualitiätsstandard vom Veranstalter bleibt garantiert.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 04. Juni 2019 (02:59)
Österreichs schnellste Ironman-Dame in St. Pölten war heuer Bianca Steurer. Hier überholt sie auf der Ironmile vor begeisterten Fans einen Agegrouper. Auf den Mix aus Spitzensport und Hobbyläufern wird man auch in Zukunft in St. Pölten nicht verzichten müssen. Der erste CHALLENGE Triathlon steigt am 24. Mai 2020.
Claus Stumpfer

Ab 2020 werden die Veranstalter rund um Renndirektor Jürgen Gleiss und Christoph Schwarz gemeinsam mit Ihrem Team unter dem Dach der CHALLENGE FAMILY erstmals die Challenge St. Pölten veranstalten. „Der IRONMAN 70.3, wie man ihn bisher kannte, mit der Möglichkeit, sich für die WM in Hawaii zu qualifzieren, was sowohl für profis wi auch für die Agegrouper ein interessantes Atout des Bewerbs war, fällt somit weg. Dennoch ist Christoph Schwarz, der mit seiner Bestzeit-Agentur den Triathlon St. Pölten seit 2003 erfolgreich ausrichtet, sehr optimistisch, den Event auch im kommenden Jahr erfolgreich abwickeln zu können.

„Alle Athleten stehen fest auf unserer Seite“, vertraut er voll auf die Treue „seiner“ St. Pöltner Starter. Die Trennung von der Wanda Holding hätte sich aber schon länger abgezeichnet .

„Da unser Vertrag heuer ausgelaufen ist, haben wir schon seit Oktober verhandelt, sind dabei aber auf wenig Verständnis für unsere Anliegen gestoßen“, erklärt Schwarz. Dazu muss man wissen, dass die Bestzeit-Agentur noch einen Vertrag mit der Vorgängerorganisation hatte, ehe diese von den Chinesen gekauft wurde.

Ende des Triathlonbooms in St.Pölten nicht in Sicht

Tatsächlich haben heuer 3.500 Athleten und Athletinnen aus aller Welt die „schönste Radstrecke“ und innerhalb der IRONMAN-Europe-Serie eines der drei beliebtesten Rennen weltweit in der niederösterreichischen Triathlon-Metropole St. Pölten so erfolgreich gemacht, wie noch nie. „Auch der Besucherandrang in der Ironmile – also bei Start und Ziel - war noch nie so groß wie heuer“, sieht Schwarz kein Ende des Triathlon-Booms in der Landeshauptstadt.

Ab 2020 erstmals eine "Challenge St. Pölten"

„Doch ab 2020 werden wir unter dem Dach der CHALLENGE FAMILY erstmals die Challenge St. Pölten veranstalten“, erklärt Renndirektor Jürgen Gleiss die Veränderung. Und Schwarz ergänzt: „Das ist einfach nur eine andere Rennserie zu der beispielsweise auch der größte Ironman Europas, nämlich jener in Roth, Deutschland, zählt!“

Bereits 41 Rennen jährlich in 21 Ländern werden unter dieser Marke ausgetragen. Rund 75.000 Athleten haben dabei Triathlon-Klasse auf Top-Niveau garantiert. Die Vorzeichen sind vielversprechend: Die St. Pöltner Veranstalter garantieren die Fortführung der hohen Qualitätsstandards in der Ausrichtung.

„Es ist uns gelungen, den Standort St. Pölten zu einer starken Marke in der weltweiten Community der Triathleten aufzubauen“,

„Es ist uns gelungen, den Standort St. Pölten zu einer starken Marke in der weltweiten Community der Triathleten aufzubauen“, zieht Schwarz zufrieden Bilanz. Mit 150 Freiwilligen hatte er 2007 begonnen, heuer waren es um die 2.000, die dafür sorgten, dass die rund 3.500 Athleten ideale Rahmenbedingungen vorfanden.

„ Wir wollen auch 2020 unseren Starten wieder ein einmaliges Erlebnis bei tollem Ambiente bieten, und dank unserer neuen, aber auch alten Partnern, wie Sportland NÖ und Stadt St. Pölten, wird uns das auch gelingen“, verspricht Schwarz.