St. Pölten

Erstellt am 11. Dezember 2018, 00:58

von Claus Stumpfer

Aus in Runde zwei für Kristin Wieninger. Shanghai war für die St. Pöltner Heeressportlerin Kristin Wieninger keine Reise wert. Japanerin erwies sich als zu stark.

Eine Folge der Reisestrapazen? – Kristin Wieninger schied wie ihre Kollegen früh aus.  |  privat

Ein frühes Aus musste Kristin Wieninger beim Kata-Damen-Bewerb des K1-Turniers der Serie A in der Volksrepublik China hinnehmen. Bei dem mit 127 Starterinnen aus 45 Nationen besetzten Bewerb — insgesamt (inklusive Shotokan-Bewerbe hatten sogar über 80 Nationen genannt, gab es für die Zen Tai Ryu HAK-Sportlerin im Gymnasium der Shanghaier Wirtschafts-Uni nur zwei Kämpfe.

Nachdem Wieninger in der ersten Runde die US-Amerikanerin Cui Khloe Yu noch klar mit 5:0 hatte besiegen können, blieb sie bereits in der darauf folgenden Begegnung an der Japanerin Kazuki Yanagisawa hängen. Da diese ihrerseits gegen die Hongkong-Chinesin Tung Yee Yin ausschied war der SLZ/BorgL-Absolventin der Medaillenweg über die Trostrunde verwehrt. „Da es dem Großteil des rot-weiß-roten Nationalteams ähnlich oder schlechter erging, stellt sich die Frage, ob das internationale Wettkampfprogramm des Weltverbands den Bogen für die Sportler nicht weit überspannt, denn Regenerationspausen sind kaum mehr möglich und die Reisestrapazen enorm“, sieht UKC-Obmann Erhard Kellner seine Sportler mit der ständigen Teilnahmepflicht an Turnieren der Serie A, der Premiere-League und der Youth-League an ihren Grenzen angekommen, schließlich müssen „daneben“ auch die nationalen sowie die Europa- und Welt-Meisterschaften absolviert werden.

Gesundheit und Professionalität

„Die Turniere finden ja nicht immer in Nachbarländern statt, sondern führten im Herbst zu einem Hin- und Herpendeln zwischen Chile - Österreich, Japan, Österreich, Mexiko, Österreich und jetzt China und retour“, stellt Kellner sogar die Frage, ob man im Interesse der Gesundheit der Sportler nicht aus dieser Mühle aussteigen sollte. „Man muss nicht bei jedem Turnier dabei sein“, ist der routinierte Coach und Funktionär überzeugt. Zudem ortete er beim Organisator China diesmal auch erhebliche Mängel.

„Da hinkte man hinter den Erfordernissen klar hinterher, denn es gab nur vier Kampfflächen und nur vierzig Kampfrichter bei fast 1200 Nennungen, was dazu geführt hat, dass einzelne Wettkampftage erst um 23 Uhr beendet waren. „Das ist nicht gerade professionell“, findet auch ÖKB-Sportdirektor Martin Kremser.

Das Resultat ist aber bereits abgehakt, denn bereits am nächsten Wochenende geht es für die St. Pöltner Toptalente nach Caorle zur Youth League (Jugend-EM-Quali) und zum Venice-Cup (EM-Quali). Den internationalen Shito-Ryu-Cup in Budapest am letzten Wochenende mussten die Celo-Sisters aus Neulengbach aber aus gesundheitlichen Gründen bereits absagen.