Kickinger ist zurück. Böheimkirchens Topturnerin startet nach 18 monatiger Verletzungspause sofort wieder im Nationalteam.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 05. März 2019 (02:57)
Selina Kickinger ist zurück und Trainerin Agnes Hodi stolz auf ihre Athletin.
Selina Kickinger ist zurück und Trainerin Agnes Hodi stolz auf ihre Athletin. privat

Nicht weniger als eineinhalb Jahre liegt der letzte Wettkampf von Selina Kickinger, der Nummer eins im NÖ Kunstturnen, zurück. Am Wochenende feierte sie nach einer unglaublichen Verletzungsserie nun endlich ihr Comeback.

NOEN

An drei Geräten hat Kickinger ihre schwierigste Übungen bei den Austrian Team Open (ATO) gezeigt. „Doch nach so langer Zeit ohne Wettkampf fehlt es an Selbstvertrauen, Stabilität, und Ausführung, deswegen hat sie sehr viele Fehler gemacht, an allen Geräten“, kennt ihre Trainerin Agnes Hodi den Grund für das noch nicht ganz wunschgemäße Abschneiden. „Diese Fehler wollen wir ausbessern, und wir werden jetzt intensiv daran arbeiten“, hat auch Kickinger ihr Saisonziel, die EM-Teilnahme noch nicht aufgegeben.

Großes Lob ist von Österreichs Sportdirektorin — Nationalteamtrainer gibt es derzeit keinen — und vom Generalsekretär gekommen. Sie würdigten, dass die Böheimkirchnerin nach drei schweren Verletzungen sich schon wieder bereit erklärt hat, für Österreich zu starten. „Es ist nicht selbstverständlich in so einer schwierigen Sportart, nach so einer langen Pause sich zurück zu kämpfen, denn schließlich befand sich der Körper noch im Wachstum. An diesem Punkt haben schon einige Mädels aufgegeben, aber nicht Selina“, lobt Hodi.

Beim jährlichen Austrian Team Open in Linz können die Turnerinnen zeigen, in welchem Trainingszustand sie sich gerade befinden. „Kickinger hat große Stärke gezeigt, da sie an allen Geräten gestartet ist. Manch andere, voll fitte Athletin hat nur zwei Geräte geturnt, um sich noch zu schonen“, weiß Hodi.

Team Österreich ist Zweiter hinter Spanien geworden, noch vor Norwegen 1 und Israel. Neben Kickinger kämpften Böhmberger, Frysak und Hämmerle — allesamt Vorarlbergerinnen — für Österreich.