Kickinger im Interview: „Haben Geschichte geschrieben“

Erstellt am 17. August 2022 | 02:54
Lesezeit: 2 Min
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Selina Kickinger am Lieblingsgerät Stufenbarren. Derzeit ist die 21-Jährige Österreichs beste Kunstturnerin. Bei der EM in München unterstrich sie ihren Status und schaffte mit Rang elfim Teambewerb auch die WM-Qualifikation.
Foto: Foto Simone Ferraro
Die NÖN sprach mit der derzeit besten Kunstturnerin Österreichs, Selina Kickinger, die mit ihrer EM-Leistung Österreichs Frauenteam zur WM geführt hat.
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NÖN: Im November schien nach einer schweren Verletzung ihre Sportkarriere fast vorbei zu sein. Nicht einmal zehn Monate später sind Sie nun Österreichs Vorzeigeturnerin. Wie fühlt es sich an, das Team zu WM geführt zu haben?“

Selina Kickinger: „Es war ein Teambewerb und eine starke Leistung von allen vier Athletinnen, die von uns am Start waren. Die drei besten leistungen kamen in die Wertung, darunter auch meine und mit dem elten Gesamtrang haben wir geschichte geschrieben, denn ein so gutes Ergebnis hatte Österreich noch nie bei einer EM! Ich bin unglaublich stolz auf uns alle, wir haben das super als Team gemacht!“

Speziell Ihnen ist aber ein herausragender Wettkampf gelungen. Sie kamen auf jedem Gerät für die Team-Platzierung in die Wertung! Wie wichtig ist Ihnen das, vor allem auch nach all den Problemen mit dem St. Pöltner Leistungszentrum im Vorfeld.

„Natürlich freut es mich riesig, erneut die beste Mehrkämpferin der österreichischen Mannschaft zu sein. Ich habe den Wettkampf mit einem super Sprung gestartet, hatte eine sehr schöne Stufenbarrenübung, und konnte meine Balkenübung, ohne einen größeren Wackler super stabil hinlegen. Und die Bodenübung hab ich dann einfach nur mehr genossen und wunderschön performt. Allem in allem war es ein sehr guter Wettkampf für mich und ich bin richtig stolz auf meinen 27. Platz im Mehrkampf. Das Zurückkämpfen von meiner Verletzung und die harten Vorbereitungswochen auf die EM haben sich gelohnt!“

Wie geht es jetzt weiter?

„Jetzt heißt es dem Körper eine kurze Ruhe gönnen, und dann wieder hart weiter trainieren, weil bis zur WM in Liverpool sind es nur mehr zwei Monate.“