Selina Kickinger verpasst Qualifikation für EM. Böheimkirchens Selina Kickinger verbessert sich, aber am Ende reicht die Vorstellung in Innsbruck knapp nicht für die EM.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. März 2019 (01:13)
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Die Böheimkirchner Nationalkaderathletin Selina Kickinger findet nach ihrer Verletzungspause langsam zur alten Sicherheit zurück. Die EM in Polen im April kommt für sie aber zu früh.

Am Wochenende hatten die Böheimkirchnerin Selina Kickinger und ihre drei Nationalkaderkolleginnen aus Vorarlberg in Innsbruck die zweite und auch schon letzte Chance sich für die diesjährige EM zu qualifizieren. Dies wäre das große Ziel Kickingers gewesen, die aber nach 18 Monaten Verletzungspause erst vor einer Woche in Linz ihr Comeback gab.

Nach den verständlicherweise noch recht fehlerhaften Übungen zuletzt, schaffte Kickinger zwar eine deutliche Leistungssteigerung, sowohl bei der Ausführung als auch den Schwierigkeiten, allerdings war es für sie nicht möglich, die Qualifikationshürde zu knacken. „Diese war von unserem Ex-Nationalteamtrainer sehr hoch angesetzt, und von keinem der Mädchen aus dem Nationalkader zu meistern“, bedauert Kickingers langjährige Trainerin Agnes Hodi vom SLZ St. Pölten, dass nun aller Voraussicht überhaupt keine Österreicherin im polnischen Szczecin dabei sein wird.

„EM wäre wichtig, um Erfahrung zu sammeln“

„Schade, weil solche Wettkämpfe wichtig sind, um Erfahrung zu sammeln“, weiß Hodi. Die endgültige Entscheidung wird Österreichs Sportdirektorin am Montag nach unserem Redaktionsschluss aus Ermangelung eines derzeit vorhandenen Trainers selbst treffen.

Kickinger war mit ihrem Formanstieg seit ihrem letztwöchigen Comeback nach 18-monatiger Verletzungspause in Linz aber zufrieden. „Besonders auf den doppelt gebückten Salto am Boden bin ich stolz, weil er mir noch nie so perfekt geglückt ist“, freut sie sich.

Als nächsten Wettkampf plant das Toptalent aus dem St. Pöltner Leistungszentrum in drei Wochen einen Start in Hodis Heimat Ungarn. „Da möchte ich zumindest bei meinem Paradegerät, dem Stufenbarren, ins Finale“, weiß Kickinger aber, dass dies bei diesem hochklassigen Wettkampf sicher auch nicht einfach wird.