100-m-Staffel mit Dadic gewann in St. Pölten ÖM-Gold mit ÖLV-Rekord

Erstellt am 26. Juni 2022 | 18:14
Lesezeit: 3 Min
Verletzungspech für Dadic
Ivona Dadic
Foto: APA (AFP/Archiv)
Die 4 x 100-m-Frauenstaffel der Union St. Pölten in der Besetzung Ivona Dadic, Magdalena Lindner, Lena Pressler und Moyo Bardi hat am Sonntag bei den Leichtathletik-Staatsmeisterschaften in St. Pölten in 45,59 Sek. neuen ÖLV-Rekord für Vereinsstaffeln aufgestellt.
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Das Sprint-Double komplett machte Markus Fuchs, nach den 100 m siegte er über die 200 (21,15 Sek.). Susanne Walli doppelte ebenfalls nach, die Olympia-Semifinalistin holte sich nach den 400 m auch die 200 (23,39).

Für Walli, die in ihrer Paradedisziplin 400 m wohl schon für die WM in Eugene planen darf, war dies über die halbe Stadionrunde persönliche Bestleistung. "Es ist eine gute Zubringerleistung für die 400 m und gibt mir das Selbstvertrauen, auch dort schnell anlaufen zu können", sagte Walli. Für Fuchs war es der erste 200er in diesem Jahr. "Wichtig war, diese Distanz heuer einmal zu laufen, es war ein gutes Training, und den Titel nehme ich immer gerne mit."

Im Kugelstoßen holte sich Christina Scheffauer min 13,98 m Gold, Dadic landete mit 13,92 an der dritten Stelle. Es war für die Mehrkämpferin in St. Pölten die dritte Medaille bei drei ÖM-Antreten, Samstag wurde es im Hürdensprint ebenfalls Bronze. "Die Bewerbe gestern und heute haben gezeigt, dass wenn ich das entsprechende Selbstvertrauen wie jetzt von den Balkan-Meisterschaften habe und der Körper funktioniert, es bei mir auch schnell wieder bergauf mit den Leistungen geht", erklärte die Mehrkämpferin. "Es war ein riesiger Schritt nach vorne, der lässt mich jetzt viel positiver auf die WM blicken. Jetzt habe ich das Selbstvertrauen, dort eine gute Punktezahl machen zu können."

Zu Zwischenfällen war es am Wochenende bei den Leichtathletik-Meisterschaften der Deutschen in Berlin und der Franzosen in Caen gekommen. Wie die dpa berichtete, ketteten sich am Sonntag im Berliner Olympiastadion zwei Personen an die Hochsprung-Anlage. Ihr Motiv war zunächst unklar, sie wurden von Sicherheitspersonal weggeführt. In Caen wurde der Hürdenläufer Wilfried Happio kurz vor seinem Rennen am Samstag von einem Unbekannten attackiert und im Gesicht verletzt. Mit Pflaster und Stirnband über einem Auge lief er trotzdem zum WM-Ticket.