Dadic startet mit Topweite in die Saison

Erstellt am 25. Mai 2022 | 02:43
Lesezeit: 3 Min
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Kurz vor ihrem Heimstart am Donnerstag in St. Pölten warf Ivona Dadic beim iAustrian-Top-Meeting in Ried die Kugel auf starke 14,48 Meter.
Foto: ÖLV/Alfred Nevsimal
Nach Verletzungspech in der Vorbereitung meldet sich St. Pöltens Starathletin zurück.
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Im Rieder Leichtathletik-Stadion ging am Freitagabend das zweite von sieben Austrian Top Meetings über die Bühne. Einen starken Saisoneinstieg zeigte dabei St. Pöltens Top-Star Ivona Dadic, die anderen heimischen Athleten hatten aber mit diversen Problemen zu kämpfen. Auch erlaubte der ungünstige Wind keine starken Sprintzeiten, was vor allem Magdalena Lindner betraf.

Siebenkampf-Ass Ivona Dadic (Union St. Pölten) hatte seit ihrem Olympia-Siebenkampf letzten August keinen Wettkampf mehr bestritten. Die Hallensaison ließ sie aus, um sich ganz auf die Freilufthighlights WM und EM zu konzentrieren. Lange lief der Aufbau auch perfekt, doch ausgerechnet im letzten Trainingscamp im April in Atlanta (USA) gab es mit einer leichten Oberschenkelverletzung einen Rückschlag.

In Ried feierte Dadic aber das Comeback im Stadion mit dem Kugelstoßen. Und es war ein Einstieg nach Maß, mit einer Siegesweite von 14,48 Metern und weiteren vier Stößen über 13,50 war es der beste Saisonstart in dieser Disziplin in der Karriere der mittlerweile 28-Jährigen. Hallen-Staatsmeisterin Christina Scheffauer (IAC) belegte mit 13,63 Rang zwei.

„Der Aufbau war ja heuer nicht perfekt, umso mehr freut mich diese Weite heute. Es war zwar nicht optimal, wir wissen aber woran wir hier noch arbeiten müssen. Ich habe auch im Training schon gut gestoßen, aber wir haben natürlich so früh in der Saison noch nicht sehr viele Kugelstoßtrainings absolviert, daher passt das heute sehr gut. Jetzt muss ich in den nächsten Wochen noch ins Laufen kommen, das ist jetzt wichtig“, war Dadic mit ihrem Auftritt in Ried zufrieden.

Über die 100 Meter gelang Teamkollegin Magdalena Lindner aber auch diesmal keine Steigerung. Sie blieb zwar in 11,89 Sekunden (-0,2 Wind) wie schon in Wien siegreich, zeigte sich danach aber etwas ratlos.

„Im Training läuft es super, aber ich kann diese Leistung derzeit nicht im Wettkampf umsetzen. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Ich habe versucht, locker zu bleiben, aber wenn man schon den Start verschläft, dann ist es auch hinten raus nicht leicht.“, suchte sie keine Ausrede beim wechselnden Wind. Und sie bleibt auch positiv: „Ich bin mir sicher, dass es in den nächsten Wochen auch mit schnellen Zeiten wieder klappt. Das war schon in der Vergangenheit immer wieder so.“

Das nächste Austrian Top Meetings ist bereits das Liese-Prokop-Memorial am Christi-Himmelfahrtstag im Sportzentrum NÖ.