Drei Titel für St. Pölten bei NÖ-Meisterschaften. Jugendathleten der Union St. Pölten trumpften auf Landesebene groß auf! In der Allgemeinen Klasse schnappte sich Kevin Wallner gleich zweimal die Goldmedaille.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 25. Juni 2019 (00:53)
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Starke Staffel: Sebastian Spitaler, David Königshofer, Roman Dippl und Schlussläufer Julian Hagmann sprinteten zu Silber.

Eine Woche vor dem großen Saisonhöhepunkt, den österreichischen U-18-Meisterschaften, wussten die St. Pöltner Jugendathleten ihren NÖ-Meisterschaften in Amstetten zu überzeugen. Drei NÖ-Meistertitel, sowie neun Mal Silber und sechs Mal Bronze lautete die tolle Ausbeute.

Mosers Wurfgruppe ist das Maß aller Dinge

Allen voran wusste die Wurfgruppe von Coach Klaus Moser zu überzeugen. Trotz des Fehlens von Serienmeister und Obmannsohn Lorenz Lammerhuber konnten Kilian Moser, Roman Dippl und Florian Hamerschmidt sowohl im Hammerwurf, als auch im Diskuswurf einen Dreifacherfolg feiern. Der österreichische Jahresbeste Kilian Moser sicherte sich sowohl im Hammerwurf (51,04 Meter), als auch im Diskuswurf (42,79 Meter) die Goldmedaille. Darüber hinaus wurde der Trainersohn noch Zweiter im Kugelstoßen.

Mosers Trainingskollegen Roman Dippl und Florian Hammerschmidt holten jeweils Silber beziehungsweise Bronze. Dippl zeigte überdies seine große Vielseitigkeit und sammelte im Hochsprung, im Hürdensprint und mit der Sprintstaffel noch drei weitere Silbermedaillen.

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Top im Kugelstoßen. Kilian Moser war nicht zu schlagen, Newcomer David Königshofer (U 16) erbrachte als Dritter das U-18-Limit.

Für eine erfreuliche Bronzemedaille sorgte Newcomer David Königshofer im Kugelstoßen. Der U-16-Athlet erbrachte mit 11,44 Metern auch das Limit für die U-18-Staatsmeisterschaften nächste Woche.

Für den dritten U-18-Titelgewinn sorgte SLZ-Athlet Stefan Scheiflinger mit seinem souveränen Sieg über 3000 Meter.

Jeweils zweite Plätze im Sprint konnte Sebastian Spitaler erzielen. Er landete sowohl über 100 Meter mit einer persönlichen Bestleistung von 11,52 Sekunden, als auch über 200 Meter auf dem Silberplatz. Danach führte er auch noch die Sprintstaffel der U-18-Burschen mit David Königshofer, Roman Dippl und Schlussläufer Julian Hagmann auf den zweiten Rang.

Bei den Mädchen sprintete Isabelle Edlinger in Saisonbestleistung von 12,86 Sekunden über 100 Meter ebenfalls auf den zweiten Rang. Eine Talentprobe konnte hier U-16-Athletin Moyo Bardi mit dem vierten Rang in 13,05 Sekunden abgeben. Für weitere Bronzemedaillen sorgten Niklas Kainrath über 800 Meter, Julian Hagmann über 400 Meter Hürden und Sonja Inzinger über 3.000 Meter. Talentproben mit Plätzen unter den Top Zehn im Sprint beziehungsweise Weitsprung gab es überdies durch die U-16-Athleten Larissa Koberwein, Louis Groißböck, Michael Engelhart und Jakob Holzinger.

NÖ-Doppelgold für Kevin Wallner bei den Männern

Bei den Titelkämpfen der allgemeinen Klasse fehlten der Union St. Pölten mit Mehrkampf-Vizeweltmeisterin Ivona Dadic (bereitet sich auf das Mehrkampfmeeting nächste Woche in Ratingen vor) und Stabhoch-Staatsmeisterin Agnes Hodi (verletzt) leider zwei Titelgarantinnen. Dafür sprang der St. Veiter Kevin Wallner in Diensten der Union St. Pölten in die Bresche und holte auf souveräne Weise das „Mittelstrecken-Double“ über 800 und 1.500 Meter.

„Wallner untermauerte mit den zwei Goldmedaillen auf der Bahn seine Ausnahmeposition in der Laufszene Niederösterreichs“, lobt Union-Obmann Gottfried Lammerhuber, der Wallner selbst auch trainiert. Laufpartner Roland Hinterhofer landete über dieselben Distanzen auf den Plätzen Vier und Sechs.

Im Kurzsprint testete mit EM-Starterin und Hürdenspezialistin Lena Pressler eine weitere St. Veiterin ihre Form für die EM in Schweden. „Ihr zweiter Rang über 200 Meter und ein dritter Rang über 100 Meter zeigen von guten Zubringerwerten für ihre Spezialstrecke, die 400 Meter Hürden“, ist ihre Trainerin Viola Kleiser mit Presslers Leistungen sehr zufrieden.

Den undankbaren vierten Rang über 100 Meter erliefen Speerwerferin Sabrina Koberwein, ein weiteres Nachwuchstalent aus der Kaderschmiede vom ULC Transfer St. Veit um Nachwuchsleiter Alfred Janisch, das zu den St. Pöltnern gewechselt ist, bei den Frauen und der von Daniel Stehlik gecoachte Daiyehan Nichols-Bardi bei den Männern.

Im Hammerwurf gab es durch Fatima Jeratil einen fünften und durch Martina Pehböck einen sechsten Rang. Die ehemalige Staatsmeisterin Pehböck feierte dabei ein Wettkampfcomeback nach ihrer Babypause.