Formkurve vor der EM stimmt beim Union St. Pölten-Trio

Erstellt am 10. August 2022 | 02:35
Lesezeit: 3 Min
USTP-Starterinnen Lindner, Dadic und Pressler fahren mit viel Selbstvertrauen nach München.
Werbung

Für Österreichs schnellste Dame gab es unter der Woche erfreuliche Nachrichten, denn nach einigen verletzungsbedingten Absagen rutschte Magdalena Lindner über ihre Ranglistenplatzierung doch noch in das Teilnehmerfeld für die Europameisterschaft vom 15. bis 21. August in München.

Union-Athletin Lindner kann daher neben ihrem Fixplatz in der österreichischen Sprintstaffel auch über 100 Meter im Münchner Olympiastadion einlaufen. Die letzte Formüberprüfung eine Woche vor Beginn der Europameisterschaft gab es für Lindner und Vereinskollegin Ivona Dadic beim international stark besetzten Austrian Top Meeting in Andorf.

Ivona Dadic, Siebenkämpferin in Diensten der Union St. Pölten, zeigte sich dabei stark verbessert und konnte über 100 Meter Hürden Selbstvertrauen für ihren EM-Siebenkampf am 17. und 18. August in München holen.

Im Vorlauf kostete der ehemaligen Vizeweltmeisterin noch ein „Stolperer“ an der siebenten Hürde eine Topzeit. Das konnte Dadic jedoch im Finale besser machen und trotz schwierigen Wetterbedingungen in starken 13,80 Sekunden den zweiten Platz belegen. Nur die kroatische Topsprinterin Ivana Loncarek war um zwei Hundertstel schneller und holte sich den Meetingsieg über die Hürden.

„Die 13,80 Sekunden im Finale schätze ich sehr hoch ein, denn ich hatte gestern noch harte und sehr intensive Tempoläufe im Training und das Wetter war auch alles andere als sprintfreundlich. Jetzt bin ich viel positiver gestimmt und es ist viel einfacher für mich meine sieben Paar Schuhe für München zu packen“, ist Österreichs Aushängeschild nach einer schwierigen Saison nun zuversichtlich für ihren wichtigsten Siebenkampf heuer.

Vereinskollegin Magdalena Lindner bekam durch ihre verspätete Zusage auch über 100 Meter in München an den Start gehen zu dürfen nochmals richtig Rückenwind. „Ich bin sehr erleichtert, dass es übers Ranking doch noch geklappt hat und ich in München in einem vollen Stadion laufen darf. Die letzten Wochen ging es eindeutig bergauf, das will ich dort fortsetzen“, freut sich Lindner bereits auf die 100-m-Vorläufe am 15. August.

In Andorf musste die 22-jährige Studentin wie alle Sprinterinnen mit Gegenwind und leichtem Regen kämpfen. Die Zeiten von 11,69 Sekunden im Vorlauf beziehungsweise 11,70 im Finale und der damit verbundene Meetingsieg bringen Selbstvertrauen für ihre EM-Auftritte über 100 Meter und mit der Sprintstaffel.

„Aufgrund des schlechten Wetters würde ich die Läufe trotz etwas schwächerer Zeiten als ganz gut einstufen, sie waren nicht optimal, aber ich bin zufrieden“, meinte Lindner.

Die dritte St. Pöltner EM-Starterin für München, 400 Meter Hürden-Rekordhalterin Lena Pressler, testete nicht in Andorf ihre Form, sondern bei einem Meeting in Tschechien. Hier konnte sie trotz unwirtlichen Wetterbedingungen mit 58,86 Sekunden überlegen den Sieg in ihrer Spezialdisziplin nach Hause bringen.

„Ich bin mit meinem letzten Rennen vor der EM durchaus zufrieden, da es der starke und böige Wind sehr schwierig machte den Rhythmus über die Hürden zu halten“, analysierte Pressler. Bei der Europameisterschaft im Olympiastadion stehen für die St. Veiterin am 17. August die Vorläufe über 400-m-Hürden am Programm.