Ivona Dadic und Beate Schrott: Es zwickt im Rücken. Mit Ivona Dadic und Beate Schrott plagt beide St. Pöltnerinnen beim Austrian-Top-Meeting in Graz ähnliches Problem.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 21. Juli 2021 (01:53)
Die Schmerzen spürt Ivona Dadic im Oberschenkel, doch Auslöser dürfte ein Nerv im Rücken sein. In Graz gab die Athletin der Union St. Pölten nach dem Hürdensprint auf.
ÖLV, Nevsimal

Am Samstag stand mit dem „Horst Mandl Memorial“ bereits das sechste von heuer sieben Austrian-Top-Meetings am Programm. Insgesamt neun Olympia-Starter aus dem In- und Ausland machten das Meeting schon bei der ersten Auflage zu einem Highlight des heurigen Leichtathletik-Sommers, obwohl das Wetter nicht so richtig mitspielen wollte und den Aktiven einen erst regnerischen, dann windigen und kühlen Abschied nach Japan bereitete.

Vor allem Langsprinterin Susanne Walli (TGW Zehnkampf Union), die sich gegen zwei Jamaikanerinnen durchsetzen konnte und Diskus-Medaillenhoffnung Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) präsentierten sich vor allem zwei von neun ÖLV-Startern in Tokio mit ihren Siegen bereits in Olympia-Form.

Wenig vielversprechend sah es nach einem Hoffnungsschimmer letzte Woche (die NÖN berichtet) nun wieder bei St. Pöltens einziger Olympiastarterin Ivona Dadic aus. Die Mehrkämpferin der Union hat seit einiger Zeit Probleme mit dem Oberschenkel. „Sie zwickt es mutmaßlich im Rücken, was sich auf den Oberschenkel auswirken dürfte“, hofft ihr St. Pöltner Coach Philipp Unfried diese Woche auf Klärung bei einem Spezialisten in München.

Dadic verzichtet in Graz auf den Hochsprung

Die gebürtige Linzerin verzichtete in Graz auf den Hochsprung, nachdem sie den 100-m-Hürden-Vorlauf noch bestritten hatte. Mit 13,78 Sekunden (1,9 Rückenwind) war sie nicht zufrieden, setzt nun auch auf die Behandlung in München. „Spüren tue ich es jetzt schon zu lange. Ich kann zwar fast alles trainieren, aber ich darf einfach kein Risiko im Hinblick auf Tokio eingehen“, begründete sie ihr Auslassen des Hochsprungs.

Ganz ähnlich ergeht es mit Speerwerferin Victoria Hudson (SVS LA) einer weiteren Niederösterreicherin kurz vor Beginn der Spiele. Auch sie klagt über einen beleidigten Nerv im Rücken, sagte ihre Teilnahme ab.

Schrott kann wegen Ischiasnerv nicht laufen

Das Lazarett komplett macht Hürdensprinterin Beate Schrott. Die St. Pöltnerin, welche heuer das Olympiaticket knapp nicht lösen konnte, hat wegen Problemen mit dem Ischiasnerv ihren Graz-Start absagen müssen. Es wäre das vorletzte Rennen ihrer Karriere gewesen. Den endgültigen Abschied hätte Schrott beim Internationalen Josko-Laufmeeting am 4. August in Andorf geplant. Man mag sich ja kaum vorstellen, dass Österreichs Leichtathletik-Aushängeschild der letzten Dekade möglicherweise ihre Karriere beenden muss, ohne sich von den Fans verabschieden zu können.