Knie macht Probleme bei Ivona Dadic. Leichte Irritationen bei der Olympiavorbereitung von Ivona Dadic. Beate Schrott scheitert auch in Madrid am Olympialimit.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 23. Juni 2021 (01:42)
Ivona Dadic
Ivona Dadic
APA/HERBERT NEUBAUER

Das Mehrkampfmeeting im barischen Ratingen sollte für Österreichs Olympiahoffnung Ivona Dadic die „heiße“ Endphase der Vorbereitung auf Tokio einleiten. Es war aber ein Rückschlag für die St. Pöltner Union-Athletin. Bereits über die 100-m-Hürden blieb die 27-Jährige in 13,94 Sekunden weit hinter ihrer Saisonbestleistung (13,57). Spätestens beim Hochsprung wurde allen klar, dass bei Österreichs Sportlerin des Jahres etwas nicht stimmen konnte. Nach übersprungenen 1,73 Metern kam bei 1,76 das frühe Aus. Beim Kugelstoßen gelang zwar mit 13,95 Metern eine neue Saisonbestleistung, doch Dadic zog die Notbremse.

„Ich habe schon die ganze Woche das Knie etwas gespürt. Es sind jetzt keine richtigen Schmerzen, aber wir wollen halt einfach nichts riskieren. Die Leistungen haben dadurch auch nicht gepasst und so macht es keinen Sinn weiterzumachen.“

Erfolgstrainer Philipp Unfried blieb ruhig: „Das war heute nicht das, was es sein sollte. Darum lassen wir es jetzt bleiben und werden, wenn das Knie wieder in Ordnung ist, in Ruhe weiter trainieren und wenn möglich nächste Woche bei den Staatsmeisterschaften den Weitsprung in Angriff nehmen.“

Für Schrott gerät Ticket nach Tokio aus dem Blick

Auch bei Beate Schrott, St. Pöltens zweiter Olympia-Kandidatin, verlief das Wettkampfwochenende nicht nach Plan. Die auf ihrer Abschiedstournee befindliche Olympiafinalistin von London 2012 scheiterte beim Meeting in Madrid erneut an der Olympia-Norm über 100-m-Hürden. Mit 13,32 Sekunden im Vorlauf und 13,31 im Finale konnte Schrott asl Sechste im internationalen Feld kaum Plätze im Olympiaranking in ihrer Disziplin gut machen.

Die für die U-23-EM qualifizierte Magdalena Lindner (Union St. Pölten) sprintete mit 11,60 Sekunden ins A-Finale des Meetings in Regensburg, in dem sie es dann mit der versammelten deutschen Sprintelite zu tun bekam. In 11,62 Sekunden reichte es am Ende als beste Österreicherin zu Platz Acht.

Nächstes Wochenende gibt es bei den Staatsmeisterschaften in Graz die letzte Chance für Österreichs Leichtathleten, sich noch für Tokio zu qualifizieren.