Lindner fehlte nur eine Hundertstel fürs EM-Semifinale

Erstellt am 17. August 2022 | 02:32
Lesezeit: 3 Min
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Coach Philipp Unfried war mit dem EM-Lauf von leni Lindner sehr zufrieden. Dass am Ende eine Hundertstel zum Einzug ins Semifinale gefehlt hat, sehen die beiden sogar positiv, war doch beim ersten EM-Start der 21-Jährigen von einem Aufstieg noch gar nicht auszugehen
Foto: ÖLV
Leni Lindner verpasst das 100-m-Semifinale der besten 24 bei ihrer ersten EM der allgemeinen Klasse nur um einen Rang. In 11,58 Sekunden belegt sie Platz 25.
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Am Vormittag des ersten Tages der Leichtathletik-Europameisterschaften in München eröffnete Sprinterin Magdalena Lindner die EM für das ÖLV-Team. Die für Union St. Pölten startende Kremserin verpasste im 100-m-Sprint am Maria-Himmelfahrtstag den Einzug ins Semifinale um einen Platz.

Gleich im ersten von drei Vorläufen war Lindner an der Reihe und kam gut in den Lauf. In 11,58 Sekunden (0,2 m/s Gegenwind) belegte die Athletin vom St. Pöltner Trainer Philipp Unfried, die erst letzte Woche noch ins Starterfeld gerutscht war, den siebenten Rang.

Nach wenigen Minuten und abwarten der beiden weiteren Läufe stellte sich heraus, dass letztlich aber nur eine lächerliche hundertstel Sekunde zum Aufstieg ins Semifinale der besten 24 gefehlt hatte, wofür neun Athletinnen bereits vorqualifziert waren und über die Zeit 15 weitere folgten.

Für die 22-jährige Lindner war es der erste Auftritt bei einer EM in der allgemeinen Klasse und für eine „Nachrückerin“ im EM-Zug eine trotzdem hervorragende Leistung. Insgesamt belegt Lindner damit Rang 25 in diesem Bewerb, eine deutliche Steigerung zu Position 34 in der Entry-List.

Unfried: „Leni hätte nichts besser machen können!“

Auch Unfried war mit seinem Schützling sehr zufrieden: „Es war ein ganz guter Lauf von Leni, es gibt nichts was sie wirklich besser hätte machen können. Bitter für sie, dass es so knapp nicht gereicht hat. Sie hat sich bei ihrer ersten EM bei den Großen aber sehr gut verkauft und eine 11,50er Zeit bei mittelmäßigen Bedingungen ohne Wind sind voll okay“, lobte er.

Auch für Lindner war es „eigentlich ein ganz rundes Rennen“. Nur mit dem Start war sie nicht ganz zufrieden. „Der war vielleicht ein bisschen zu verhalten, aber fliegend war der Lauf ganz solide“, ist auch sie mit der Zeit zufrieden.

Dass sie den Aufstieg so knapp verpasst hat, nimmt sie sportlich und sieht das Positive. „Natürlich ist es schade, dass es so knapp nicht gereicht hat, aber ich habe ja nicht unbedingt mit dem Aufstieg gerechnet. Dass ich so knapp an die Sensation herangekommen bin, freut mich!“ Außerdem sieht sie auch ein wenig ausgleichende Gerechtigkeit. „In Torun hatte ich zuletzt bei den Nachwuchsmeisterschaften mit dem Aufstieg großes Glück, hier leider nicht.“

Vom Event in München zeigte Lindner sich beeindruckt. „Die Euphorie der Fans ist schon nochmals etwas ganz anderes als bei den Nachwuchsmeisterschaften. Es macht richtig Spaß in so einem Stadion zu laufen, freut sie sich nun schon auf ihren Staffelstart am Freitag. „Auf den kann ich mich jetzt zu hundert Prozent fokussieren.“

Für die beiden weiteren EM-Starterinnen der Union St. Pölten, Ivona Dadic (Siebenkampf) und Lena Pressler (400-m-Hürden) beginnen die Titelkämpfe erst am Mittwoch.