Pressler erneut unter EM-Limit, Schrott nahe dran. Beate Schrott nähert sich mit ihrer Leistung in Regensburg dem Limit für die Weltmeisterschaften in Doha.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 09. Juli 2019 (02:42)
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Beate Schrott lässt in Regenburg über 100-m-Hürden ihren deutschen Konkurrentin klar hinter sich und rückt der WM-Qualifikationszeit von 12,98 Sekunden einen großen Schritt näher.

Bei der Internationalen Sparkassen-Gala in Regensburg waren mit Beate Schrott und Lena Pressler auch zwei Top-Athletinnen der Sportunion St. Pölten am Start. Während Regensburg für U-20-Athletin Pressler der letzte Härtetest vor der U-20-Europameisterschaft bedeutete, ging es für Beate Schrott um eine gute Ausgangsposition für die Limitjagd für die Weltmeisterschaften im Oktober in Doha.

Das Limit in der Tasche hat bereits U-20-Athletin Pressler, daher nutzte die St. Veiterin das Meeting in Regensburg für einen letzten Härtetest, ehe es von 18. bis 21. Juli zur U-20-Europameisterschaft ins schwedische Boras geht.

Pressler hatte in der Vorwoche bei den österreichischen Meisterschaften über 400 Meter Hürden eine Zeit von 59,37 Sekunden erzielt, was sie an die 15. Position der europäischen U-20-Bestenliste brachte. Unser letztwöchiger Tipp, sie sei bereits Top Ten, war etwas zu optimistisch, aber Semifinalwürdig ist ihre Zeit allemal.

Auf ungünstiger Bahn Eins stark gelaufen

In Regensburg musste Pressler in der allgemeinen Klasse an den Start gehen und bekam in einem starken Feld die undankbare Bahn eins zugelost. Trotzdem sprintete die 18-Jährige in sehr starken 60,11 Sekunden über die Ziellinie und unterbot damit heuer in jedem ihrer 400 Meter Hürdenläufe klar das Limit (61,40 Sekunden) für die Europameisterschaft.

„Die Form von Lena stimmt, sie wird in Boras sicher eine gute Rolle spielen. Vorrangiges Ziel ist das Erreichen des Semifinales“, äußerte sich Trainerin Viola Kleiser über das bevorstehende Großereignis ihrer Athletin recht zuversichtlich.

Schrott kam mit einer bisherigen Saisonbestzeit von 13,29 Sekunden über 100 Meter Hürden nach Regensburg und zeigte bereits mit ihrem Vorlaufsieg in starken 13,33 Sekunden, dass sie sich in guter Form befand. Im Finale erwischte die 30-jährige Olympiafinalistin dann einen fast perfekten Lauf und konnte in 13,11 Sekunden klar vor den Konkurrentinnen aus Deutschland den Sieg davontragen.

In den vergangenen drei Jahren war Schrott nur einmal schneller über die Kurzhürden gelaufen, nämlich im Europameisterschafts-Vorlauf von Berlin im August 2018.

Damit scheint auch das hohe WM-Limit von 12,98 Sekunden wieder ein Thema für die Maria Anzbacherin zu sein, denn der Zeitraum für die Limiterbringung für die WM in Doha, die von 27. September bis 6. Oktober steigt, geht noch bis Anfang September.