Starke Hallenstarts für St. Pöltner Spitzenathleten . USTP-Aushängeschild Schrott läuft in Karlsruhe Topzeit, Teamkollegin Lindner verpasst in Wien knapp EM-Limit.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 03. Februar 2021 (01:56)
USTP-Sprintaushängeschild Magdalena Lindner (Mitte), die erst vor einem Jahr in die Landeshauptstadt wechselte, hat sich mit Topzeit ins Rennen um die Hallen-EM-Tickets gebracht.
ÖLV, Alfred Nevsimal

Mit den internationalen Meetings in Karlsruhe und Wien starteten die Spitzenathleten der Union St. Pölten in eine coronabedingt kurze, aber intensive Hallensaison.

Dabei gelang der Maria Anzbacherin Beate Schrott am Freitag beim Weltklassemeeting in Karlsruhe über 60 Meter Hürden der zweitbeste Saisonstart ihrer langen und erfolgreichen Karriere. Mit 8,22 Sekunden im Vorlauf bestätigte das USTP-Aushängeschild ihr schon im Vorjahr erbrachtes EM-Limit für Torun (Polen). „Ich bin sehr zufrieden mit dem Saisonstart. Der Lauf war am Beginn noch etwas holprig, aber sonst war das Rennen okay“, freute sich Schrott über ihren mehr als gelungenen Saisonstart.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Saisonstart. Der Lauf war am Beginn noch etwas holprig, aber sonst war das Rennen okay“

Am Samstag kam es im altehrwürdigen Wiener Ferry-Dusika-Stadion, das demnächst abgerissen werden soll, zum letzten großen internationalen Meeting. Beim stark besetzten Track & Field konnte sich das neue USTP-Sprintaushängeschild Magdalena Lindner, die vor einem Jahr vom ULV Krems zum Landeshauptstadtklub von Gottfried Lammerhuber stieß, sensationell in das Rennen um die Hallen-EM-Tickets bringen. Mit der Pulverisierung ihrer 60-Meter-Bestleistung auf 7,43 Sekunden fehlen der 20-Jährigen nur mehr drei hundertstel Sekunden auf das EM-Limit für Torun. Mit dieser Spitzenzeit sprintete Lindner hinter der Irin Neville und der Dänin Fransen als beste Österreicherin auf den dritten Rang.

Hoffnung aufs Limit bei Staatsmeisterschaft

„Ich habe gewusst, dass ich gut drauf bin und schnell laufen werde, aber dass es so schnell wird, hätte ich nicht gedacht. Vielleicht geht sich bei den Staatsmeisterschaften sogar das EM-Limit aus“, meinte Lindner, die auch über 200 Meter mit neuer persönlicher Bestleistung von 23,91 Sekunden aufzeigen konnte.

Über die intensive 400 Meter-Distanz konnte Hürdenspezialistin Lena Pressler ihr Stehvermögen testen. In einem Weltklassefeld, Siegerin Femke Bol aus Holland lief Weltjahresbestleistung, sprintete die St. Veiterin zu einer neuen persönlichen Bestleistung von 55,91 Sekunden.

Bei den Herren schaffte der Landeshauptstädter Daiyehan Nichols-Bardi, der von Daniel Stehlik gecoacht wird, mit 6,96 Sekunden im Vorlauf beziehungsweise einer weiteren Steigerung um zwei hundertstel Sekunden im B-Finale, was ihm Rang vier im B-Finale bescherte, ebenfalls einen guten Saisoneinstieg über 60 Meter.

Besonders stolz ist Stehlik aber auf den Sprintnachwuchs der Sportunion St. Pölten. „Alle unsere Starter haben sich in den Weltklassefeldern erfreulich stark präsentieren, allen voran unser 60-m-Sprintnachwuchs!“ Die U-20-Athletin Isabelle Edlinger steigerte ihren Hausrekord auf starke 7,79 Sekunden und U-18-Talent Moyo Bardi pulverisierte ihre Bestleistung gleich um drei zehntel auf 7,85 Sekunden. Bei den Burschen konnten die U-20-Sprinter Sebastian Spitaler und Tobias Weiser mit 7,30 beziehungsweise 7,32 Sekunden ebenfalls persönliche Bestleistungen über 60 Meter aufstellen.