Unverhofftes Comeback in St. Pölten. Aufbaumeeting bringt am Mittwoch Österreichs Stars nach St. Pölten.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 10. Juni 2020 (01:48)
Auch Lokalmatadorin Beate Schrott wird über 150 Meter ihre Sprintform testen. „Eine total ungewohnte Distanz, die nicht wirklich eine Aussage über die Form mangels Vergleichszeiten zulässt, aber ich freue mich, dass es endlich überhaupt irgendwie losgeht“, meint sie.
ÖLV

Vor zwei Wochen kündigte USTP-Leichtathletikobmann Gottfried Lammerhuber in der NÖN mit dem Hippolyt Athtletics Meeting am 27. Juni ein nationales Top-Event im NÖ Sportzentrum an. Nun steht man aber ganz überraschend schon diesen Mittwoch bei einem kleinen Aufbaumeeting auf der Union Sportanlage im Fokus der Öffentlichkeit.

„Wir haben als ersten Formtest für unsere Sportler ein kleines Speer- und Sprintmeeting über 60, 150 und 300 Meter ausgeschrieben. Der Plan war, es eher intern zu halten“, zeigt sich Viola Kleiser von einer unglaublichen Besetzung überrascht. Denn die österreichischen Topathleten Ivona Dadic, Beate Schrott, Verena Preiner, Sarah Lagger, Dominik Distelberger, Markus Fuchs und auch die heimischen Nachwuchs-Asse Lena Pressler, Magdalena Lindner und Daijehan Nichols Bardi werden fix am Start sein. „So etwas habe ich in meinen vielen Jahren in der Leichtathletik noch nicht erlebt: ein Auflauf wie bei der Staatsmeisterschaft und das am Mittwochnachmittag bei einem nirgends beworbenen Meeting“, kann es auch Lammerhuber noch gar nicht fassen. Auch für ihn ein Beweis, dass die Athleten nach der Covid-19-Zwangspause mehr als ungeduldig in den Startlöchern scharren.

Nur hundert Fans dürfen vor Ort mitfiebern

Das laut Nationaltrainer Philipp Unfried „bestbesetzte Aufbaumeeting in der ÖLV-Geschichte“ hat nun sogar das Fernsehen aufmerksam gemacht. Der ORF wird sogar im Hauptabendsport einen Bericht bringen, und natürlich wird auch die NÖN vor Ort sein und gleich nach dem Event ausführlich online bericten.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse an der Leichtathletik, sind aber jetzt aufgrund der noch gültigen Vorgaben voll gefordert“, bremst Lammerhuber einen möglichen Zuschaueransturm. „Neben Athleten und Kamprichtern dürfen nur maximal hundert Personen die Eingangskontrolle passieren“, wird so mancher Interessent wohl diesmal Zaungast bleiben müssen.