Erstellt am 31. Januar 2017, 05:05

von Claus Stumpfer

Leise Entwarnung. Falken gewinnen auch in der letzten Grunddurchgangsrunde. Nur Legionär Strazdas verlässt nun wieder zuversichtliche Falken.

In der Vorwoche wurde noch über seinen Abgang nach Krems gemutmaßt, nun könnte Ex-Nationalteamspieler Max Wagesreiter sogar Spielertrainer bei den St. Pöltnern werden.  |  NOEN, Claus Stumpfer

Das Ergebnis klingt spannender, als das Spiel war, denn die Falken dominierten von Anfang an. Dass deutlich mehr Fans als zuletzt ins Sportzentrum NÖ gekommen waren, erstaunte Falken-Trainer Ibish Thaqi. „Negative Schlagzeilen sind offenbar auch Werbung“, spielte er auf die Finanzmisere beim Klub an, die letzte Woche kolportiert wurde und ihn zum Rücktritt bewog. Wahrscheinlich war der Hauptgrund ihres Erscheinens aber doch, dass viele Fans dem Trainer, der dieses Team aufgebaut hat, zum Abschied nochmals applaudieren wollten.

Applaus, der an diesem Tag sehr verdient war! Vor allem Weilguny (neun Tore) hatte am Flügel einen überragenden Tag. Erst als Thaqi im Finish allen Ersatzspielern Spielzeit gab, holten die Gäste etwas auf. Dabei fehlte Schildhammer im Aufbau und auch Gunnar Prokop wirkte doch geschockt, nachdem er vor dem Spiel erfahren hatte, dass sein Großvater — die Trainerlegende — bei einem Skiunfall schwer verletzt worden war.

Abgesehen davon stimmen alle Nachrichten von dieser Woche die Falken-Fans aber wieder optimistischer. Der Spielbetrieb in der 2. Bundesliga ist für das Meister-Play-off gesichert und auch für kommende Saison ist der Vorstand zuversichtlich eine HBA-Mannschaft stellen zu können. „Wir werden alle daran setzen, auch um unseren jungen Spielern eine Perspektive zu geben“, geht Obmann Christian Nagl aber davon aus, dass man dann nicht mehr vorn mitspielen wird.

Bei der Trainernachfolge will Nagl noch diese Woche Nägel mit Köpfen machen will. „Eine interne Lösung wird angestrebt“, wollte er aber noch keine Details nennen. Möglicherweise gab Tormann Wolfgang Filzwieser aber einen Hinweis. Er antwortete auf die Frage, warum er bleibt: „Ich muss ja Max (Markus Wagesreiter, Anm. d. Red.) den Rücken stärken.“ Der Ex-Nationalteamspieler besitzt zwar keine A-Lizenz, aber da Co-Trainer Andi Starkl bleibt, wäre das kein Problem.

Wagesreiter gibt zu, dass mit ihm gesprochen wurde. Krems hat er definitiv abgesagt: „Ich hab meine HLA-Karriere im Sommer beendet, weil sich das mit meinem 40-Stunden-Job, nicht verträgt.“

Sicher ist: Nur Legionär Augustus Strazdas verlässt den Klub in Richtung Bad Vöslau.