Kristin Wieninger am Sprung zur WM. Kristin Wieninger zeigt in Kroatien unter 1.200 Sportlern auf. Die St. Pöltnerin hat nun im Kampf um das Ticket für die Weltmeisterschaft die Nase vorne.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 04. September 2018 (03:03)
Kristin Wieninger machte mit ihrem Sieg in Medimurie einen großen Sprung in Richtung WM.
privat

Die Medimurje Open, ein kroatischer Karate-Event mit großer Tradition wurde von Karate Austria als erste WM-Qualifikation für die rot-weiß-roten Kata-Karateka ausgewählt. Immerhin nahmen auch heuer knapp 1200 Sportler aus 15 Nationen an diesem Turnier teil, das schon einst im alten Jugoslawien einen hohen sportlichen Stellenwert aufwies.

Um es vorwegzunehmen: Der 1. September war der Tag von St. Pöltens Kristin Wieninger. Die Heeressportlerin gewann in der allgemeinen Klasse mit Siegen über Erzrivalin Masa Simonic (Slowenien), Anja Lancar (Kroatien) und Teamkollegin Verena Köfinger (Langenlois) ihren Pool.

Im anderen Pool gab es erbitterte Zweikämpfe um den Finaleinzug. SLZ/HASL-Athletin Funda Celo aus Neulengbach besiegte zuerst die Slowenin Natalija Muhic, danach Ex-Klub- und SLZ-Kollegin Patricia Bahledova, wurde aber letztlich von der Kärntnerin Laura Verschnig mit 2:3 gestoppt. Wieninger gewann das Finale mit 4:1 gegen Verschnig, Celo die Trostrunde gegen die Kroatin Nika Jukic. Damit hat die SLZ/BORGL-Absolventin Wieninger im Kampf um das WM-Ticket die Nase klar vorn, nachdem sie auch das U-21-Finale gegen Simonic gewann, und ihre Konkurrentinnen Bahledova und Verschnig „nur“ Dritte wurden.

Celo-Sisters erobern jeweils Bronze

Weitere dritte Plätze gab es für Funda (U 18) und Isra (U 16) Celo. Isra gewann in ihrem Pool gegen Nika Jelen (Kroatien), Tia Kukovic (Slowenien), verlor gegen Inga Grgic (Kroatien) und holte sich Bronze mit einem Trostrundensieg gegen Lilia Toth (Ungarn). Funda siegte über Zsofia Vas (Ungarn) und Ajla Curic (Slowenien), verlor dann gegen Pia Cesar (Slowenien) und gewann Bronze über die Trostrunde gegen Schwester Isra (5.), die sich auch in der U-18-Klasse versucht hatte. Die zweite Bronzemedaille gewann die überraschend starke Langenloiserin Verena Köfinger, die sich nach einer Erstrundenniederlage gegen die Ungarin Zsofia Kiss mit Trostrundensiegen über die Slowenin Nika Omerzo, die Kroatin Lucija Gezevic und die Slowenin Nia Ganzitti mit einer soliden Leistung auf den dritten Platz vorkämpfen konnte.

„Die eigentlichen Überraschungen waren die konstant hochwertigen Leistungen von Verena Köfinger und unserem Team-Küken Sima Celo“, freut sich Bundestrainerin Marianne Kellner. Die elfjährige Sima konnte in der U-12-Open-Category mit Siegen über Arianna Dizdarević (Bosnien-Herzegowina), Amira Fodor (Ungarn), Katia Šegavčić und Čebohin Jana (beide Kroatien) Gold gewinnen. Im Kata Team-Bewerb traten alle gemeldeten Teams nicht an: Funda Celo, Verena Köfinger undKristin Wieninger nützten die unerwartete Situation und boten dem Publikum eine vielbeklatschte Exhibition.

Das zweite WM-Qualifikationsturnier findet am Monatsende in Rijeka statt, dazwischen gibt es noch die Goju-EM in Portugal sowie K1-Turniere in Berlin und Santiago de Chile.