Dreimäderlhaus vertritt St. Pöltens Kunstturner bei Jugend-ÖM

Nationale Top-6-Platzierung für die St. Pöltner Ö-Nachwuchskaderturnerin Sophie Mathurin. Nur 14 Talente bei den Titelkämpfen in allen Klassen am Start.

Erstellt am 10. November 2021 | 02:13
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Die LLZT-Trainer Laurentiu Nistor und Sissy Lehota mit ihren Toptalenten Lisa Seitz, Sophie Mathurin und Anna Vorstandlechner.
Foto: Weinberger

Österreich größte Kunstturn-Zukunftshoffnungen bestritten am Wochenende in Innsbruck ihren Saisonhöhepunkt: Die 49. Österreichischen Jugendmeisterschaften versammelten nach einjähriger Corona-Unterbrechung 181 Toptalente aus allen Trainingszentren der neun Bundeslände.

Die Siege verteilten sich auf vier Landesturnverbände (Wien, OÖ, Tirol, Vorarlberg), die Medaillen auf acht. Für NÖ gingen sich mit Matteo Schinkovich und Damaris Carabasa (beide SV Gymnastics Gänserndorf) zwei Stockerlplätze in Bronze aus.

Aus St. Pöltner Sicht konnten sich nur in der jüngsten Wettkampfklasse der Mädchen (Jg. 2010/11) die beiden Neo-Ö-Nachwuchskaderturnerinnen Sophie Mathurin und Lisa Seitz erstmals vor einem nationalen Kampfgericht präsentieren.

„Die Nervosität war dementsprechend hoch und hat insbesondere Lisa einen Strich durch die Rechnung gemacht.“, schildert LLZT-Koordinatorin Martina Weinberger. Seitz hatte einen Sturz am Balken zu verzeichnen, dafür freuten sie sich über einen neuen persönlichen Punkterekord am Stufenbarren. Am Ende wurde es der 20. Platz im 53 Mädchen starken Starterfeld der Jugendklasse 3.

Mathurin litt ein wenig unter den hohen Erwartungen. Die seit vielen Wettkämpfen ungeschlagene NÖ Seriensiegerin konnte ihre Übungen zwar sauber mit den höchsten Schwierigkeitswerten der Stufe durchbringen, aber es gab noch fünf exaktere Ausführungen. Sie beendete den Wettkampf als sechstbeste Österreicherin.

Gemeinsam mit dem NÖ Team verpassten Mathurin und Seitz das Stockerl knapp, mussten mit Blech nach Hause fahren. Als dritte St. Pöltnerin schnupperte Anna Vorstandlechner nationale Wettkampfluft (53.).

Neues Wettkampfprogramm verhindert Burschenstarts

Die NÖ Turner mussten im Vorfeld mehrere Rückschläge hinnehmen, die ihr Team schrumpfen ließen. Neben Covid-Quarantänen schlossen auch die Änderungen im ÖFT-Wettkampfprogramm heuer einige Jahrgänge aus der ÖJM aus.

In der mittleren Stufe wäre aus NÖ Sicht Jeremy Balazs gesetzt gewesen, der im Sommer nach Tirol übersiedelte und nun für die Innsbrucker die mittlere Jugendstufe erwartungsgemäß souverän gewonnen hat. Sicher auch noch das Verdienst des LLZT-Trainerteams um Christoph Schlager und Guido Zelaya.

„Wir freuen uns über den Erfolg von Jeremy, auch wenn er jetzt den Tirolern zugute kommt“, merkt Ausbildungsleiter Schlager an.