St. Pöltens Sport-Hallen platzen aus allen Nähten

Beim Start zum Nachwuchstraining der USP-Volleyballer tummelten sich letzte Woche massenweise Kids.

NÖN Redaktion Erstellt am 22. September 2021 | 02:55
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Das Neigungsgruppentraining am Dienstag im Sportzentrum NÖ mit 60 Kindern! Es „wurlt“ in der kleinen Halle.
Foto: USP St. Pölten

Beim Trainingsstart der USP St. Pölten wurde für USP-Sektionsleiter Harald Hofko ein altbekanntes Problem wieder klar ersichtlich: „St. Pölten hat zu wenig leistbare Sporthallen für Ballsportarten!“

Am Dienstag beim Neigungsgruppentraining der USP St. Pölten waren im Sportzentrum 60 Kinder dabei. Ein ähnliches Bild am Donnerstag im Sportgymnasium Josefstraße. Auf drei Feldern tummelten sich 40 Jugendliche beim Training. Und ebenso am Freitag beim Kindertraining – 40 Kinder in einer Halle!

Hofko will „das Problembewusstsein schärfen“

„Es ist natürlich super, wenn sich so viele Kinder für den Volleyballsport interessieren, aber mit 40 bis 60 Kindern in einer Halle ergibt das schon ein richtiges Gewusel, dass die Trainer vor große Herausforderungen stellt“, klagt Hofko, will das aber keinesfalls als Vorwurf an die Stadt verstanden wissen. Er will nur „das Problembewusstsein schärfen“, wie er sagt.

„Es ist halt so, dass es in den letzten Jahren engagierten St. Pöltner Sportfunktionären gelungen ist, gleich in allen drei großen Hallensportarten — Basket-, Hand- und Volleyball — den Anschluss an die Spitze in Österreich zu finden, mit dem Effekt, dass auch der Nachwuchs viel leichter für diese Sportarten motivierbar ist!“ Übervolle Trainingshallen sind die Folge, weil mit diesen Ansturm niemand rechnen konnte!

„Brauchen unbedingt mehr Hallen in St. Pölten“

„Es ist schwer bis unmöglich hier, vernünftige Spielzüge zu trainieren, berichten die Jugendtrainer. Wir sind im Moment an der absoluten Grenze des Machbaren, nicht nur Platz, sondern auch Trainer werden hier vermehrt benötigt“, ruft er Sportlehrer auf, sich verstärkt zu engagieren. Bei den Volleyballern versucht man vor allem mit vielen engagierten Nachwuchsspielerinnen, die beim Training unterstützen, das Trainerdefizit zu beheben.

„Aber wir brauchen unbedingt mehr Hallen in St. Pölten – der Zulauf ist extrem heuer und schließlich will St. Pölten ja ‚the fittest city‘ werden und dazu braucht es die passende Infrastruktur“, bittet Hofko die Stadt um Hilfe.
Denn Kinder vom Training wegzuschicken, ist für Hofko keine Option: „Auch wenn es mit dem Platz ein Jammer ist, schicken wir sicher niemanden weg, der gern Sport betreiben will. Das ist für die Jugend in Covid-Zeiten ja das Wichtigste!“