Nebel bremst Digruber aus. Schlechte Sichtverhältnisse verhindern bessere Platzierung in Levi. Leistung im ersten Durchgang macht dem Mitterbacher Mut.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 26. November 2019 (01:03)
Marc Digruber
NOEN, APA/Johann Groder

Im ersten Slalom nach dem Rücktritt von Marcel Hirscher ist Henrik Kristoffersen auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Auf Rang zwei landete der zur Halbzeit führende Franzose Clement Noel (+0,09). Dritter wurde der Schweizer Daniel Yule (0,18).

Doch auch für den Frankenfelser Marc Digruber, der für Union Mitterbach fährt, begann die Slalomsaison zumindest im ersten Durchgang sehr erfreulich. „Obwohl ich eigentlich steile Hänge bevorzuge, und es in Levi nach dem Start extrem flach dahingeht, habe ich mich im Land der Lappen immer schon wohlgefühlt“, erklärte Digruber bei seinem Abflug. Und das gute Gefühl bestätigte Digruber dann auch mit dem vierzehnten Platz im ersten Durchgang (ex-aequo).

Ohne nötigen Durchblick viel an Boden verloren

Dadurch musste er aber im zweiten Lauf als Fünfzehnter gleich nach einem langen TV-Break starten, bei starkem Schneefall und dem vielleicht dichtesten Nebel während des ganzen Rennens. Das erklärt, warum der Brillenträger im zweiten Lauf auf den 20. Platz zurückgefallen ist (+1,46 Sekunden hinter dem Sieger). Sein ÖSV-Teamkollege Manuel Feller, der als Sechzehnter des ersten Durchgangs unmittelbar vor Digruber — aber auch der Werbeunterbrechung — gestartet war, konnte wenigstens den 15. Rang holen (+1,21). „Er hatte allerdings deutlich weniger Neuschnee in der Spur“, weiß Di-gruber.

Bester Österreicher wurde übrigens Christian Hirschbühl als Siebenter (+0,74), Michael Matt belegte den elften Rang (+1,00). Marco Schwarz belegte bei seinem Comeback nach dem im Februar beim Super-G in Bansko erlittenen Kreuzbandriss den 25. Platz (+1,82). Damit schaffte erstmals seit zwei Jahren kein ÖSV-Slalom-Fahrer den Sprung aufs Podest.