Snowboard-Ass Powondra hofft auf Cross-Gold. NÖ Toptalent im Boardercross möchte sich in Lausanne groß in Szene setzen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 14. Januar 2020 (02:15)
Felix Powondra (vorn) wird am Ende der Olympischen Jugendspiele bei den Boardercrossbewerben voll angreifen.
Furtmüller

Für Österreichs Wintersport-Nachwuchs geht es in den kommenden beiden Wochen um Gold, Silber und Bronze. Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lausanne (Schweiz) träumen drei Talente aus Niederösterreich von einer Medaille, darunter der Böheimkirchner Boardercrosser Felix Powondra. Wie seine ältere Schwester Paulina trainiert er in Österreichs Elite-Skigymnasium in Stams.

Vom 18. bis 22. Januar werden acht Wettbewerbe im Snowboard stattfinden, neben dem Boardercross mit Powondra noch Konkurrenzen im Slopestyle, der Halfpipe und im Big Air. Alpin-Bewerbe gibt es bei den Jugendspiele keine. Dafür wird mit dem Ski-/Snowboardcross-Mixed-Teambewerb aber ein sportartenübergreifender Wettkampf ausgetragen. Powondra wird dabei unter anderen gemeinsam mit dem Amstettner Skicrosser Marcus Plank an den Start gehen. Austragungsort der Cross-Bewerbe ist der Villars Park in Villars-sur-Ollon.

Zumindest eine Medaille ist sehr realistisch

Der 17-jährige Powondra hat gute Erinnerungen an den Kurs. „Im Vorjahr durfte ich mich bei einem FIS-Rennen über Rang drei in der U-21-Wertung freuen!“ Klar dass das Toptalent heuer bei den Spielen um eine Medaille mitfahren will.

32 Burschen und 31 Mädchen werden für Österreich insgesamt in 14 verschieden Disziplinen an den Start gehen. Das sind Biathlon, Eishockey, Eisschnelllauf, Langlauf, Nordische Kombination, Rodeln, Short Track, Skeleton, Ski Alpin, Ski-Cross, Ski-Freestyle, Ski-Bergsteigen, Skispringen und eben Snowboarden.

Neben Powondra und Plank ist auch eine weibliche Athletin aus NÖ am Start. Die Kremserin Karolina Hengelmüller ist Teil des rot-weiß-roten Eishockeyteams. Die 15-Jährige hat sich mit starken Leistungen in der Okanagan Hockey Academy in St. Pölten für Lausanne empfohlen. Zu ihren größten Erfolgen zählen Rang vier bei der U-16-EM in Tschechien sowie der Sieg bei den U-16-Staatsmeisterschaften.

IOC-Präsident Karl Stoss erwartet sich viel von den Jugendspielen in der Olympischen Hauptstadt Lausanne, Heimat des IOC und des Olympischen Museums. „Schon allein deshalb sind diese Spiele etwas ganz Besonderes“ freut sich Stoss. Insgesamt stehen 81 Wettkämpfe mit 1.880 Teilnehmern am Programm.

„Als Wintersportnation wollen wir uns natürlich auch in Lausanne entsprechend erfolgreich präsentieren“, hofft ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel, dass wieder möglichst viele österreichische Talente die Jugend-Winterspiele als perfekte Plattform und Karriere-Booster nutzen können. „Die Jugendspiele sind für die jungen Sportlerinnen und Sportler ein erster großer Schritt zu den Olympischen Spielen. Hier können sie Erfahrungen sammeln, die für ihre weitere Karriere enorm wichtig sind.“