Gottfried Kogler hat das Autofahren nicht verlernt. Stürmisches Comeback von Gottfried Kogler: Als Dreirad-Escort im slowenischen Eisregen war die Aufgabe des Pyhraers in seinem Oldtimer aber doch unausweichlich.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 30. April 2019 (01:00)
UNIOR RTA
Gottfried Kogler mit Copilotin Sophie Cornu.

Ein stürmisches Comeback gab Gottfried Kogler als Rallyepilot — im historischen Ford Escort RS2000 wurde er bei der Rallye Vipavska Dolina nach gutem Start ein Opfer der Wetterkapriolen. Dafür kam Peter Schöller ins Ziel. In der Austrian Historic Rallye Challenge belegte er den vierten Platz, in der ARC-Gesamtwertung landete man auf Platz sieben. Den Einsatz leitete erstmals Michael Kogler, der jedoch schon in St. Veit ein Comeback als Pilot feiern wird.

Beim „Familienausflug“ der Austrian Rallye Challenge und dem Alpe Adria Cup, brachte das Team MIG Austria aus Pyhra zwei Ford Escort RS2000 an den Start. Kogler fuhr mit der französischen Copilotin Sophie Cornu und der Deutsche Schöller mit Copilotin Gabi Ölsinger.

„Die war stark besetzt und die Sonderprüfungen zeigten sich extrem anspruchsvoll, es handelt sich ja durch die Bank um Strecken der früheren Saturnus-Rallye.“

Kogler, der erstmals seit einigen Jahren wieder kurbelte, zeigte sich von der Rallye schwer beeindruckt: „Die war stark besetzt und die Sonderprüfungen zeigten sich extrem anspruchsvoll, es handelt sich ja durch die Bank um Strecken der früheren Saturnus-Rallye.“ Dabei kam Kogler auch an jener Stelle vorbei, an der er 1991 bei seinem einzigen Einsatz als Co, an der Seite von Kris Rosenberger, einen Abflug verzeichnete.

Auf einem Stadtrundkurs wurde die Rallye am Freitagabend eingeläutet. Dort zeigte sich Kogler schwer erleichtert: „Wir waren nur um 1,5 Sekunden langsamer als Lindner im baugleichen Escort — ein anerkannt schneller, junger Pilot!“

Am Samstagmorgen jedoch kam das „böse Erwachen“: „Am Start der Rallye war es noch staubtrocken. Doch als wir beim Start der SP2 angelangt sind, setzte ein heftiger Eisregen ein. Wir sind auf den Slicks nur herumgerutscht!“

Auf der dritten Prüfung wurde die SP wegen Überschlägen direkt vor Kogler neutralisiert: „Es gab viele Unfälle bei diesen Bedingungen. So kamen auch nur 70 von 104 Teams ins Ziel.“ Das Duo Kogler/Cornu war nicht dabei: „Vor der vierten SP habe ich bemerkt, dass die Räder seltsam eiern. Wir sind auf der Bremsscheibe gefahren“, erzählt Kogler. Sohn Michael fuhr auf der Verbindungsstrecke hinter seinem Vater und machte dann ernst: „Gib auf, das ist zu gefährlich!“ Schlussendlich siegte auch beim Vater die Vernunft.