Erstellt am 20. Februar 2018, 01:40

von Claus Stumpfer

Schrott läuft WM-Limit. Bei den Staatsmeisterschaften der allgemeinen Klasse in Linz sorgte Beate Schrott für ein nicht mehr für möglich gehaltenes Comeback.

Beate Schrott (l., gegen Ivona Dadic im 60-m-Hürden-Vorlauf) schaffte bei den Hallen-Staatsmeisterschaften das WM-Limit für Birmingham.  |  NOEN, privat

Bei den Staatsmeisterschaften qualifizierte sich die St. Pöltnerin Beate Schrott über die 60-m--Hürden sensationell für die Hallen-WM in Birmingham!

Nachdem Schrott in den letzten Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen worden war, gelang ihr in der heurigen Hallensaison ein starkes Ausrufezeichen, dass nun im Finale in der Limitleistung von 8,13 Sekunden gipfelte.

„Das ist unglaublich, das WM-Limit war heuer gar nicht mein Ziel, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Daher bin ich absolut ohne Druck gelaufen, auch weil die Saison ja schon ziemlich gut verlaufen ist“, wirkte die 29-jährige St. Pöltnerin beinahe geschockt.

Dabei holte die Olympiafinalistin von London in einem hochklassigen Finale „nur“ Silber, denn die Salzburgerin Stefanie Bendrat sprintete in 8,02 ebenfalls nach Birmingham.

Bereits für Birmingham qualifiziert war Mehrkampf-Rekordlerin Ivona Dadic. Sie testete im Weitsprung, Kugelstoßen (4.) und Hürdensprint ihre Form für die Hallen-WM und konnte vor allem mit dem Staatsmeistertitel im Weitsprung mit starken 6,21 Metern überzeugen.

„Das ist unglaublich, das WM-Limit war heuer gar nicht mein Ziel, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet"

Nach einem guten Hürdenvorlauf startete Dadic dann sicherheitshalber nicht mehr im Finale der besten Acht. „Die Form stimmt, ich hab aber kurz die Wade gespürt und wollte so kurz vor der WM nichts mehr riskieren“, begründete sie ihren Startverzicht.

Den zweiten Staatsmeistertitel errang mit Sandrina Illes ein neues Gesicht der Union St. Pölten. Die aus dem Duathlon-Sport kommende Wienerin war erst im Herbst zum Verein gewechselt und holte über 3000 Meter ihr erstes Gold für die Union. Eine tolle Leistung bot auch Sprint-Evergreen Benjamin Grill, der sich trotz stark eingeschränktem Training immer wieder punktgenau für Titelkämpfe in Bestform bringt. So holte der 32-Jährige in 6,90 Sekunden Silber über 60 Meter.

Ebenfalls zu Silber sprang Agnes Hodi im Stabhochsprung. Sie übertraf die 4-m-Marke, war aber weniger zufrieden.

Spitzenplätze erzielten auch Michaela Burda mit persönlichem Hausrekord im Weitsprung (4., 5,73 Meter) und Tim Wagner mit Rang sieben über 400 Meter.