Die Korbjagd in St. Pölten beginnt wieder . Die SKN-Basketballer setzen ab Samstag zum großen Wurf an. Ziel ist die erneute Qualifikation für die Play-offs.

Von Manuel Burger. Erstellt am 30. September 2020 (02:10)
Alfred Muschik (l.) übergibt das Präsidentenamt an Markus Mayer (r.). Neu an Bord sind die Vorstände Stefan Worenz, Günter Nusterer und Andreas Dana sowie die Beiräte Christoph Zawodsky und Stefan Cizek.privat
Wolfgang Mayer

Am Samstag startet der SKN Basketball in die neue Superliga-Saison und will an die Erfolge aus der Vorsaison anschließen. Zum Auftakt kommt der BC Vienna in das Sportzentrum NÖ (Beginn: 17.30 Uhr). Es wartet eine spannende Saison mit vielen Unbekannten. Und das nicht nur wegen Corona.

Vorbereitung. „Die Vorbereitung war durchwachsen. Ich hätte gerne drei, vier Spiele mehr gehabt“, beschreibt Andreas Worenz, der in seine vierte Saison als Headcoach geht. Coronabedingt wurden die Testpartien in Ungarn und der Slowakei abgesagt. Siege gegen Klosterneuburg und die Timberwolves stehen Niederlagen gegen Kapfenberg und Gmunden gegenüber. Der Auftakt wird für Worenz zur „Wundertüte“, denn die Wiener konnten aufgrund von positiven Coronafällen kein einziges Testspiel bestreiten. Ein klarer Vorteil für den SKN? „Sie haben nichts zu verlieren. Das kann gefährlich werden“, ist Worenz, der den nächsten Gegner nicht scouten konnte, skeptisch.

Neuzugänge. Worenz: „Ich bin sehr zufrieden mit ihnen.“ Center Cutuk war mit 17 Punkten beim letzten Test in Gmunden (68:78) Topscorer. „Er hat aber noch Luft nach oben“, sieht Worenz sehr viel Potenzial beim Kroaten. Guard Oikonomopoulos zeigte beim Donau-Cup auf, der Grieche hatte aber auch mit Adduktorenproblemen zu kämpfen. Die Fußstapfen von Vorgänger Jalalpoor sind jedenfalls riesengroß. Center Schilder ist für Worenz „genau das, was ich holen wollte.“ Worenz rechnet beim soliden Holländer mit rund zehn Punkten und fünf Rebounds im Schnitt.

Ziele. Die Play-offs sollen wieder fixiert und hoffentlich auch ausgetragen werden. „Es wird eine spannende Saison. Die Top sechs wären wie im letzten Jahr ein Traum“, so Worenz. „Aber es ist schwer zu sagen, wie sich die Liga entwickeln wird. Teams die hinter uns waren, wie Graz oder die Vienna, haben extrem aufgerüstet.“ Für den Meistertitel kommen die üblichen Verdächtigen in Frage: Oberwart, Kapfenberg und Klosterneuburg. Gmunden fehlt Worenz noch etwas die Tiefe im Kader. Um den Klassenerhalt werden sich Traiskirchen und die Vienna Timberwolves rittern.

Gesundheitskonzept. Zur Sicherung der Gesundheit der Spieler und Zuschauer wurde gemeinsam mit dem Sportzentrum NÖ ein strenges Gesundheitskonzept umgesetzt. Tickets sind ausschließlich personalisiert, mittlerweile auch unter skn-basketball.at erhältlich. In der Liga gibt es bei mehr als drei positiven Spielern eine Spielabsage.

Vorstand. Alfred Muschik hat das Präsidentenamt an Markus Mayer abgegeben, wird aber im Klub einen Beirat in sportlicher und organisatorischer Hinsicht anführen. Der Vorstand wurde mit Andreas Dana, Günter Nusterer und Stefan Worenz breiter aufgestellt.