SKN-Höhenflug wird in Wien jäh gestoppt. Nach Erfolg über Wels endet die Siegesserie des SKN ausgerechnet beim bis dato punktelosen Schlusslicht.

Von Manuel Burger. Erstellt am 31. Dezember 2019 (01:57)
Felix Angerbauer (r.) war einer der Jungwölfe, die unter Trmals Führung, zu Beginn des Spiels gegen die Timberwolves für die drei fehlenden Starter in die Bresche sprangen. Am Ende ging ihnen etwas die Puste aus.
W. Mayer

Nach sechs Siegen in Folge hat es den SKN ausgerechnet bei den nach 14 Partien noch erfolglosen Timberwolves aus Wien erwischt. In der Overtime unterlagen die Worenz-Mannen mit 100:105.

Dabei musste man sich bei der St. Pöltner Starting Five schon etwas die Augen reiben, denn mit Lewis, Jalalpoor (beide Knöchelverletzung) und Jagsch (Knie) fehlten gleich drei angeschlagene Spieler.

Überraschenderweise fiel dieser Umstand lange Zeit nicht ins Gewicht. Die jungen Angerbauer und Blasch zeigten unter Trmals Führung (34 Zähler am Ende) auf, so hatte man zu Beginn des zweiten Viertels schon eine zweistellige Führung in der Tasche: 31:21. In dieser Tonart ging es weiter, in Minute 23 lagen die Gäste schon mit 23 Punkten vorne: 62:39.

Fünf punktelose Minuten waren zu viel

Dann folgte der Umschwung. In fast fünf Minuten gelang St. Pölten kein Punkt, das Schlusslicht machte 19 Punkte in Folge (Szkutta alleine 16). Mit 91:91 ging es in die Verlängerung, in der zwei schnelle Wiener Dreier den Ausschlag gaben.

Die Gastgeber waren am Rebound überlegen (54:43, davon 27 Offensivrebounds) und leisteten sich deutlich weniger Ballverluste (10:19). Dadurch nahmen sie 21 Würfe mehr aus dem Feld als der SKN, davon insgesamt 57 Distanzwürfe. „Schade“, seufzt Headcoach Andreas Worenz. Die Niederlage ist unnötig, wir haben die Nerven weggeschmissen und den Sieg hergeschenkt!“

Dabei hatte man sich gegen Wels noch stark präsentiert. Florian Trmal avancierte beim 75:71 zum Matchwinner der St. Pöltner. Er scorte 28 Punkte und schnappte sich zwei Minuten vor Schluss nach einem vergebenen Jalalpoor-Freiwurf einen entscheidenden Offensivrebound. Dabei war Trmals Punktekonto im ersten Viertel noch leer geblieben.

Worenz: „Es war ein harter Kampf. Wels hat sehr aggressiv verteidigt. Wir haben am Schluss stark gespielt und verdient gewonnen.“