Jakob Dusek schrammte knapp am Stockerl vorbei. Jakob Dusek eliminiert den bis dahin in der Boardercross-Weltcupgesamtwertung führenden Italiener und kommt ins 4er-Finale.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 10. März 2020 (01:30)
Der Herzogenburger Jakob Dusek zog zum zweiten Mal in Folge in einen Weltcup-Finallauf ein.
ÖSV

Der 24-jährige Jakob Dusek von Union Trendsport Weichberger holte im spanischen Sierra Nevada als starker Vierter sein nächstes Topresultat, nachdem er Ende Jänner in Big White (Kanada) als Zweiter seinen ersten Podestplatz im Weltcup herausgefahren hatte. Der Sportsoldat aus Herzogenburg liegt somit vor dem letzten Rennen in der Weltcup-Wertung mit 2.110 Punkten auf Rang vier und hat durchaus noch Chancen beim letzten Rennen am 15. März im Schweizer Veysonnaz den nur um 20 Zähler vor ihm auf Platz drei liegenden Italiener Omar Visintin (2.130) zu überholen.

„Es ist echt lässig, dass ich jetzt zweimal hintereinander ins große Finale gefahren bin. Der Speed passt im Moment ganz einfach bei mir. Das zeigt auch der zehnte Platz in der Quali, obwohl ich keinen optimalen Lauf hatte. Es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn du weißt, dass du schnell bist und bei deinen Fahrten nichts Außergewöhnliches machen musst. Jetzt will ich natürlich auch beim Finale noch einmal vorn mitmischen“, meinte Dusek, der zweimal in Folge die Europacupwertung gewinnen konnte (2018 und 2019).

„Es ist echt lässig, dass ich jetzt zweimal hintereinander ins große Finale gefahren bin. Der Speed passt im Moment ganz einfach bei mir"

Alessandro Hämmerle hat mit einem zweiten Platz beim vorletzten Weltcuprennen die Führung in der Disziplinenwertung wieder an sich gerissen. Der Vorarlberger musste sich im großen Finale nur dem spanischen Lokalmatador Lucas Eguibar geschlagen geben, verwies aber im Fotofinish den Deutschen Paul Berg auf Rang drei.

In der Gesamtwertung liegt Hämmerle nun zehn Punkte vor dem Italiener Lorenzo Sommariva (2.950). Dusek leistete bei kompakten Pistenverhältnissen in Andulasien Schützenhilfe, indem er sich im Halbfinale als Zweiter hinter Hämmerle vor Sommariva klassierte. Der Italiener gewann danach das kleine Finale. Duseks UTW-Teamkollege Marco Dornhofer belegte am Ende in Sierra Nevada Rang 51.

Bei den Damen siegte die Französin Trespeuch vor der Italienerin Moioli. Pia Zerkhold (NÖ Snowboardbase) verpasste als 18. in der Quali den Sprung ins 16er-Finale knapp. Die Wölblingerin Katharina Neussner (UTW) kam in der Qualifikation zu Sturz und blieb daher ohne Platzierung.