St. Pölten als Olympiazentrum zertifiziert. St. Pölten ist ab sofort das siebente rot-weiß-rote Olympiazentrum. Weinburg bleibt als Kletterstützpunkt erhalten.

Von APA Red, Claus Stumpfer und Wolfgang Wallner. Erstellt am 17. Dezember 2018 (15:46)
Wallner
Prestigeträchtiges Gütesiegel: Sportzentrum-Geschäftsführer Franz Stocher, Landesrätin Petra Bohuslav und ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel nach der Vertragsunterzeichnung am Montag.

Das Sportzentrum NÖ wird offiziell „Olympiazentrum“. ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel und Sportlandesrätin Petra Bohuslav unterzeichneten am Montag in St. Pölten den Vertrag, der dem Leistungszentrum den Aufstieg in die Elite der heimischen Trainingsstätten garantiert. Schließlich gibt’s mit der Schmelz in Wien, Salzburg-Rif, Klagenfurt, dem Sportcampus Tirol Innsbruck, Vorarlberg und Oberösterreich nur sechs weitere Olympia-Zentren.

„Wir möchten den Athleten bestmögliche Rahmenbedingungen bieten“, sagt Bohuslav, „Das sind neben einer modernen Sportinfrastruktur auch hochqualitative Serviceleistungen wie Sportmedizin und Physiotherapie.“ Der Status als Olympia-Zentrum freue sie „riesig, das ist wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Wir werden uns würdig erweisen, möchten die Kriterien auch in Zukunft erfüllen.“

Das Olympia-Gütesiegel erhalten nur Zentren, die in Sachen Sportwissenschaft, -psychologie, -medizin, Leistungsdiagnostik, Physiotherapie, Ernährungswissenschaft und Karriereplanung höchsten Ansprüchen genügen.

Zudem musste das Sportzentrum NÖ auch infrastrukturelle Voraussetzungen (u.a. Leichtathletik-Anlage mit Laufbahn, Rasenplatz, Sporthalle) erfüllen. Der Status wird jeweils für eine Olympia-Periode vergeben.

Niederösterreich legt Fokus auf Top-Talente

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel: „Wir möchten den Athleten auf unkompliziertem Weg ein Netzwerk bieten, um auf Top-Level arbeiten zu können.“ Als „Netzwerker“ ist nun vor allem Sportzentrums-Geschäftsführer Franz Stocher gefragt: „Wir betreuen momentan 140 Athleten.“

Eine Zahl, die in den nächsten Jahren wohl wachsen wird. Besonderen Fokus legt man in Niederösterreich auf „High Potentials“, also Top-Talente mit Edelmetallchancen. Kern des Stützpunkts wird das Zentrum für Leistungsdiagnostik, das von Weinburg in die Landeshauptstadt wandert. Allerdings wird Walter Hable, dessen Dienstvertrag in Weinburg endet, nicht in St. Pölten anheuern. Aller Voraussicht nach wird er in die Südstadt wechseln, um dort nach der Ära Holdhaus für einen Neustart zu sorgen. Die Leitung in St. Pölten übernimmt Hables bisheriger Stellvertreter Stefan Schwaiger übernehmen.

Dem STKZ Weinburg bleiben der Status als Kletterzentrum im Osten sowie das Bob- und Kraftsportzentrum. Bürgermeister Peter Kalteis: „Wir können mit dieser Lösung gut leben.“