Falken gehen mit vier Kremsern in Saison. Nach den Abgängen von Schildhammer, Weilguny, Wieninger und Kral müssen ab Samstag neue Kräfte richtig zupacken.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 27. August 2019 (03:06)
Claus Stumpfer
In St. Pölten können die Falken-Obmänner Michael Kögl (l.) und Johannes Kral (r.) den Saisonstart der Truppe von Coach Janos Frey (2. v. r.) mit den Neuzugängen Nikolaus Stiglitz, Goalie Lukas Domevscek, David Schopp und Matthias Bruckner (v. l.) kaum noch erwarten. Die neuen Dressen mit Hauptsponsor Bachner-Bau sollten bis zum Spiel in Korneuburg dann auch endlich fertig sein.

Nach dem letzten Spiel wurde von den St. Pöltner Falken Nicolas Weilguny würdig in die Handball-Pension verabschiedet. Es sollte aber nicht der einzige Abgang bei der Mannschaft von Janos Frey bleiben. Der ungarische Coach des Challenge-Teams aus der Landeshauptstadt muss in der kommenden Saison auch auf seinen besten Werfer Peter Schildhammer verzichten. Außerdem wurden Kevin Wieninger (gleich „Man of the Match“ bei der Supercup-Niederlage gegen Hard am Samstag) und Obmann-Stellvertretersohn Johannes „Jojo“ Kral nach Krems verliehen. Im Gegenzug hat man vier junge Spieler vom Doublegewinner an die Traisenstadt lotsen können.

Für Obmann Michael Kögl die richtige Entscheidung. „Auch wenn wir mit Bachner-Bau endlich wieder einen richtigen Hauptsponsor haben, muss unser vorrangiges Ziel die Nachwuchsarbeit sein“, sind die Planungen voll auf den Verbleib in der spusu-Challenge ausgerichtet, ein Aufstieg ist für die Frey-Truppe kein vorrangiges Ziel. „Aber man weiß nie was passiert und die Testspielergebnisse waren gar nicht schlecht“, verrät der Coach. So konnte man auch den Weinviertelcup in Hollabrunn gewinnen. Und beim Testspiel am Dienstag gegen Vöslau behielt man daheim knapp die Oberhand.

Neu: Bruckner, Schopp, Stiglitz und Domevscek

Vor allem Matthias Bruckner, der als Flügel und Aufbau-Mitte-Spieler zu gebrauchen ist, wusste in den Vorbereitungsspielen zu gefallen. „Er ist zwar klein, aber dafür unglaublich wendig und vermag die Gegner stets zu überraschen“, lobt Frey.

Als Aufbau-Mittespieler wurde Nikolaus Stiglitz geholt und für den Rückraum David Schopp, der allerdings reiner Rechtshänder ist und dem bei Gegenstößen dadurch etwas die Spritzigkeit fehlt. „Er wirkt behäbiger, als er ist“, lacht Frey.

Goalie Lukas Domevscek überzeugte in der Vorsaison bei den Junioren der Kremser und sollte auch in der spusu-Challenge zum Zug kommen.

„Die beiden Trainer Frey und Salfinger arbeiten perfekt zusammen, und die Mannschaft wird immer mehr zur Einheit“, traut auch Obmann-Stellvertreter Johannes Kral seinen Falken zu, positiv in der Meisterschaft überraschen zu können.

Die spusu-Challenge beginnt für die Falken allerdings gleich mit drei Auswärtsspielen in Folge. Am Samstag erfolgt der Auftakt in Korneuburg, danach muss man nach Atzgersdorf und Hollabrunn.

Bis 21. September müssen sich die Falken-Fans gedulden, dann folgt erst das erste Heimspiel in der Prandtauerhalle. Dafür gibt es aber gleich das mit Spannung erwartete Derby gegen Aufsteiger Tulln.