Vier Punkte für St. Pöltner Falken. Neben dem ersten Saisonsieg am Feld in Tulln, gab es für die St. Pöltner bereits davor am grünen Tisch nachträglich zwei Punkte fürs Match gegen die Füchse.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 28. Oktober 2020 (01:17)
Symbolbild
Shutterstock, Ivica Drusany

Mit dem denkbar knappen Sieg über Tulln haben sich die St. Pöltner Falken den ersten Sieg in der laufenden Meisterschaft erspielt, und das noch dazu auswärts! Dabei durchlebten aber Trainer Damir Djukic und seine junge Truppe wieder ein Wechselbad der Gefühle. „Doch der Kampfgeist wurde endlich einmal belohnt“, atmete auch Obmann Michael Kögl nach dem Match einmal tief durch. Denn in der letzten Woche meinte es Fortuna wirklich gut mit ihm und seinem Team.

Denn schon vor dem Spiel in Tulln sind zwei Punkte aufs Konto der Landeshauptstädter gewandert. Das Spiel gegen BT Füchse Auto Pichler auswärts wurde am grünen Tisch gewonnen, da die Heimischen einen nicht spielberechtigten Spieler zum Einsatz gebracht hatten. „Unserem Protest wurde stattgegeben, das war schon ein verheißungsvoller Auftakt in die Woche“, bestätigt der in der Vorstand kooptierte Werner Blum.

Topmotiviert starteten die Falken dann auch ins Derby gegen Tulln. Mit einem Sieg wollte man endgültig einen großen Schritt aus der Abstiegszone machen. Djukic streifte als Coach zu diesem Zweck auch diesmal wieder selbst das Trikot über. Nach nur sieben Minuten liegen die St. Pöltner bereits 6:2 in Front und bleiben auch bis zur 20. Minute ungefährdet voran. Doch dann folgt ein 5:0-Lauf der Hausherrn, der ihnen die erste Führung beschert. Bis zur Pause bleibt die Partie umkämpft, doch die Falken gehen am Ende doch mit einer 18:16-Führung in die Kabine.

Doch nach dem Wiederbeginn sind die Djukic-Schützlinge zunächst völlig außer Tritt. „Vor allem im Angriff war nun der Wurm drinnen“, klagt auch Djukic. „Nur drei Tore in 15 Minuten sind einfach zu wenig“, weiß auch er. Doch der Falken-Coach, der als Spieler selbst auch die ersten drei Tore nach seiner mehr als einjährigen Karrierepause wirft, findet beim Time-out die richtigen Worte. Danach geht es doh auh offensiv deutlich besser und die Falken erneut in Führung. Aber es bleibt spannend bis zum Schluss. Am Ende gewinnen die Falken denkbar knapp mit 32:31. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, weiß auch Djukic.

Beste Werfer der Falken war einmal mehr Sebastian Feichtinger (9) vor Alexander Pils (7) und Abwehrrecke Martin Zettel (4) Die Hausherrn hielt vor allem Mislav Nenadic mit seinen zehn Treffern im Spiel.

Am Freitag folgt das Spiel gegen HIB Großschädl Stahl Graz im Sportzentrum NÖ (20 Uhr).