St. Pölten dank Speiser im Finale. UBC-Kapitän Martin Speiser ist im Entscheidungsspiel gegen Mattersburg der überragende Spieler auf dem Feld.

Von Manuel Burger. Erstellt am 03. Mai 2017 (05:26)
NOEN, Wolfgang Mayer
Kapitän Martin Speiser führte St. Pölten nach einer „One-Man-Show“ mit 31 Punkten in die Finalserie.

St. Pölten hat das Entscheidungsspiel um den Einzug ins Finale für sich entschieden! Notwendig war das „Finale vor dem Finale“ geworden, da St. Pölten am Samstag nach katastrophaler Leistung im zweiten Spiel der „best-of-three“-Serie in Mattersburg mit 46:79 untergegangen war.

Dafür erwischten die Gastgeber in Spiel drei am Montag einen Traumstart. Schon nach fünf Sekunden legte Jagsch den Ball zur Führung in den Korb. Speiser (2), Schranz und Obermann legten nach: 10:0 nach etwas mehr als zwei Minuten! In dieser Tonart ging es weiter. Nach Mattersburgs erstem Treffer markierte St. Pölten erneut zehn Punkte in Serie und führte nach sechs Minuten mit 20:2! Nach dem ersten Viertel hatte der UBC eine 20 Punkte-Führung in der Tasche (29:9). Erinnerungen an das klare Spiel eins wurden wach.

„Es war phänomenal. Dass man dieses Level nicht über 40 Minuten halten kann, war auch klar“, schilderte UBC-Headcoach Armin Göttlicher. Mattersburg startete in den zweiten Abschnitt mit einem 10:0-Lauf (19:29). St. Pölten schaffte es aber, den Vorsprung im zweistelligen Bereich zu halten. Das Niveau sank in Viertel zwei und drei deutlich, ein Ballverlust reihte sich an den nächsten. Die Offensivoptionen St. Pöltens reduzierten sich zunehmend, in diesen beiden Abschnitten scorten nur Speiser, Bauch und Lukas Böck. Immer wenn Mattersburg den Rückstand verkürzte, hatte Kapitän Speiser die richtige Antwort in Form von Punkten.

Als der UBC 5,5 Minuten vor dem Ende noch mit 13 Punkten (57:44) führte, schien die Partie entschieden. Doch die Burgenländer kamen tatsächlich noch einmal heran und machten die Partie spannend, ehe ihnen beim Spielstand von 59:55 erneut Speiser den Riegel vorschob. Die Bilanz des Kapitäns: 31 Punkte und elf Rebounds. „Eine sensationelle Leistung, er war mit Abstand der beste Spieler. Ich freue mich für ihn“, lobte Göttlicher.

Voraussichtlich am Sonntag startet die Finalserie gegen Villach. Pöcksteiner (Bänderriss im Knöchel) wird fehlen, Diesner, Schranz und Lukas Böck sind angeschlagen.