Leichtathletikmeeting: 12. Liese Prokop Memorial. Am Feiertag fand im St. Pöltner Sportzentrum NÖ mit dem 12. Sportunion Liese Prokop Memorial der Auftakt zur diesjährigen Austrian Top Meeting Serie statt.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 31. Mai 2019 (07:48)

Bei relativ kühlem Wetter brachte wie schon im Vorjahr die Top-Leistung aus österreichsicher Sicht Markus Fuchs.

Seinen Vorjahressieg konnte er trotz neuer persönlicher Bestleistung von 10,32 Sekunden (+0,2 Rückenwind) aber nicht wiederholen. Um eine hundertstel Sekunde verpasste er in einem sehr engen Rennen sogar den Stockerlplatz.

Für die herausragende Leistung des Tages sorgte US-Hürdensprinterin Amber Hughes mit einer Zeit von 12,74 Sekunden über 100-m-Hürden. Mit dieser persönlichen Bestzeit lief sie die elftbeste Zeit des Jahres.  Der  Schützling von Olympiasieger Dwight Phillips, der auch als Weitsprungtrainer von Österreichs Siebenkampf-Champion Ivona Dadic fungiert und daher persönlich anwesend war, möchte ins US-Team für die WM.

Einen guten Saisonauftakt gab es zumindest im Vorlauf mit 13,33 Sekunden für Lokalmatadorin Beate Schrott (Union St. Pölten). Schmerzen in der Wade ließen sie dann aber das Finale schon vor der ersten Hürde abbrechen. „Ich will mich definitiv nicht mehr verletzen“, meinte sie.

Teamkollegin Ivona Dadic trat nur im Weitsprung an. Beim ersten Wettkampf unter ihrem neuen Disziplinen-Trainer  Dwight Phillips, blieb die Siebenkampf-Vizeweltmeisterin aber mit 5,94 Meter noch unter der 6-m-Marke. „Es waren nach einigen kleinen Technikumstellungen zwar auch schon weite Sprünge dabei, doch habe ich da übertreten“, meinte sie. Den Sieg holte sich die Weltjahresbeste Chantel Malone (USA) mit 6,27 Meter, die auch den 100-m-Sprint für sich entschied.

Erstmals auch Kugelstoßbewerb

Erstmals fand beim Prokop-Memorial auch ein Kugelstoßbewerb statt, und die Athleten zeigten großartige Leistungen. Am Ende siegte Europameister Konrad Bukowiecki aus Polen, der mit einer Siegerweite von 21,70 Meter sogar weiter stieß als in Berlin und sich auf Platz sieben der JWBL vorschob. 

„Nur in der Halle habe ich schon weiter geworfen“, jubelte er über eine neue Outdoor-Bestleistung . Getrieben wurde er vom starken Bosnier Mesud Pezer (BIH), der nur zwei Zentimeter hinter Bukowiecki blieb.