Tennisarena weicht Leichtathletikhalle. Am 12. April startet der Bau des Prestigeprojekts. Die in die Jahre gekommene Eventarena wird dafür abgerissen.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 08. April 2021 (09:30)
Der Griff zum Spaten. Sportlandesrat Jochen Danninger, Olympia-Hoffnung Ivona Dadic und Bürgermeister Matthias Stadler legten Hand an. Offizieller Baubeginn: Bereits am kommenden Montag. 
NLK/Pfeiffer

St. Pölten bekommt eine topmoderne Leichtathletikhalle. Die seit Jahren ungenutzte Eventarena im Sportzentrum.NÖ muss für das neue „Leuchtturmprojekt“ weichen. Die Gesamtinvestitionen liegen bei 1,825 Millionen Euro. Bereits am 12. April rollen die Bagger.

Die Leichtathletik-Halle bietet zukünftig auf einer Gesamtlänge von 130 Metern für ein ganzjähriges Training fünf Bahnen, eine Weit- sowie Hochsprunganlage, ein Wurfnetz und eine Vorrichtung für Speerwurf, Diskuswurf und Kugelstoßen. „Ich freue mich, dass wir unseren Spitzenathleten, rund um Vize-Weltmeisterin Ivona Dadic, Olympiafinalistin Beate Schrott und dem hervorragenden Nachwuchs in Niederösterreich, demnächst diese moderne Halle für ein optimales Training zur Verfügung stellen können“, spricht Sportlandesrat Jochen Danninger von einem „weiteren Meilenstein“.

Die Tennisarena muss dem neuen Projekt weichen.
Wallner, Wallner

Auch St. Pöltens Bürgermeister Mathias Stadler zeigt sich erfreut über das Großprojekt, das im Rahmen des von Land und Stadt geschnürten Sportinfrastrukturpakets (Gesamtvolumen 6,9 Millionen Euro) umgesetzt wird. „Die neue Leichtathletik-Halle als Teil dieses gemeinsamen Projektes untermauert die enge Zusammenarbeit und wird die guten Trainingsbedingungen am Standort weiter verbessern“, erklärt der Stadtchef.

Eventarena wird zu 80 Prozent recycelt

Für die neue Leichtathletik-Halle muss die in die Jahre gekommene und mittlerweile ungenützte Eventarena weichen. Von 1994 bis 2005 war sie fixer Bestandteil des ATP-Kalenders und wurde danach noch vereinzelt für Events wie den „Special Olympics“, dem „Ironman 70.3“ in St. Pölten oder dem „Masters of Dirt“ genutzt. Der Wings for Life Worldrun war 2015 die letzte Veranstaltung, die sich die Infrastruktur der Eventarena zu Nutze machte. 80% der Materialien der Eventarena werden recycelt und der Bauindustrie zur Verfügung gestellt. Der Beton wird beispielsweise als Füllmaterial bei Neubauten, wie etwa Straßen eingesetzt.

Das Kapitel „Tennis auf Weltklasseniveau“ ist damit geschlossen. Das Land setzt nun auf die Leichtathletik, die sich in St. Pölten in den vergangenen Jahren stark entwickelt hat. Die heimischen Asse können nun ganzjährig unter Topbedingungen trainieren.