Traisentaler Anstiege waren das Highlight. Perfekte Bedingungen herrschten bei der zwölften Auflage für Starter aus 14 Nationen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 04. Juni 2019 (01:28)
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Die Nervosität im riesigen Starterfeld des Extrembewerbs war groß, als es am Sonntagmorgen im Regierungsviertel St. Pölten endlich losging. Auf die Fahrer warteten alle großen Pässe des Pielach- und des Traisentals. Von Türnitz ging’s über Annaberg bis nach Puchenstuben. Das Ziel war wieder in St. Pölten.

Radsportfeeling pur bei toller Stimmung entlang der weitläufigen Strecke lockte auch heuer wieder Athleten aus 14 Nationen am Sonntag ins St. Pöltner Regierungsviertel, um beim Radmarathon — „dem Härtesten im Osten“ — in drei Streckenkategorien (Extrem, Ladies Race und Classic) an den Start zu gehen. Besonders beliebt war auch heuer wieder der Teambewerb und dazu schnupperten mehr als hundert Kids bei ihrem Rennen rund um Start und Ziel.

„Publikumsmagnete waren wieder die perfekt betreuten Labestationen Kirchberg Luft, Schwarzenbach, Annaberg und Plambacheck“, bedankt sich Organisator Karl-heinz Zofall vom RC Sunpor.

Ein überaus starkes Teilnehmerfeld stellte sich wieder beim Extrembewerb ein. Der führte wieder über die altbewährte Strecke mit 158 Kilometern und 2239 Höhenmetern über Wetterlucke und Luft bis nach Schwarzenbach und weiter nach Türnitz. Über den Annaberg und Puchenstuben führte die Strecke nach St. Pölten zurück. Es formierte sich eine neunköpfige Gruppe mit allen Favoriten.

Keine Entscheidung in den Türnitzer Alpen

„Trotz sommerlicher Hitze konnte sich auf den anspruchsvollen Bergen niemand absetzen“, wundert sich Zofall. Die Spitzengruppe erreichte gemeinsam das Ziel. Erst im Zielsprint konnte sich Hannes Brandecker (SV Velo Lounge Linz) beim Classicbewerb durchsetzen. Er siegte vor dem Steirer Marco Prillinger und dem Triathleten Norbert Dürauer (Waidhofen). Die Siegerzeit mit 4:30:44 Stunden lag um über 6 Minuten unter der Siegerzeit des Vorjahrs.

Mit der fünften Auflage des Ladies Race konnte ein kleines Jubiläum gefeiert werden. Insgesamt waren hier 80 Kilometer und 1001 Höhenmeter zu absolvieren. Trotz der rückläufigen Teilnehmerzahl waren wieder starke Athletinnen am Start.

Sylvia Gehnböck aus Pressbaum (Format RC) wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit über neun Minuten Vorsprung konnte sie ihren Vorjahressieg wiederholen. Die etwas angeschlagene Lorraine Dettmer (Union Radteam Pielachtal) setzte sich im Fotofinish gegen die Oberösterreicherin Sophie Schober durch.

Dass noch kein signifikanter Durchbruch bei den Anmeldezahlen im Ladies Race verbucht werden kann, sieht Zofall als „einzigen Wermutstropfen“ des Wochenendes. „Es tendieren etolcihe Damen dann doch zum Extrembewerb“, kennt er aber auch den Grund dafür.