Böses Erwachen nach der Pause für St. Pölten. Nach einer starken ersten Hälfte brach St. Pölten im dritten Viertel gegen Kapfenberg total ein.

Von Manuel Burger. Erstellt am 08. März 2020 (21:54)
SKN-Headcoach Andreas Worenz (r.) gibt seinem Leistungsträger Philip Jalalpoor noch etwas mit auf den Weg.
Wolfgang Mayer

KAPFENBERG - ST. PÖLTEN 90:73. Der SKN war beim aktuellen Meister und Cupsieger sofort bei der Sache und ließ den Favoriten nicht ins Spiel kommen. In Minute neun führte St. Pölten mit 13:8, erst in der Schlussphase des ersten Viertels wurde fleißiger getroffen. Dank einer starken Dreierquote (4/8) hatten die Gäste zur ersten Pause noch die Nase vorne: 19:15. 

Unter dem Brett deutlich unterlegen 

Fast 14 Minuten waren gespielt, da hatten Kapfenberg erst 22 Zähler auf dem Konto und der SKN lag mit sechs vorne. Durch Kolarics frühe Foulprobleme hatte St. Pölten unter dem Korb das Nachsehen. „Kapfenberg hat das Insidespiel extrem forciert“, so SKN-Headcoach Andreas Worenz. Die Steirer konnten diesen Umstand durch ihre schwache Trefferquote, auch dank einer starken Verteidigungsleistung der Landeshauptstädter, bis dahin nicht ausnützen. Als sich ins St. Pöltner Spiel dann Ballverluste mischten, wurde der Druck des Favoriten größer. Fünf Punkte in Serie brachte den Gastgebern dann doch einen knappen Vorsprung zum Seitenwechsel ein. 

Kapfenberg dreht auf

Die zweite Hälfte begann ebenfalls verheißungsvoll, SKN-Topscorer Marello traf per Dreier zum Ausgleich: 42:42. Danach machten Fehlwürfe und Ballverluste das Spiel der Gäste aber komplett zunichte. In knapp vier Minuten legte Kapfenberg einen 14:0-Lauf aufs Parkett und sorgte für die frühe Vorentscheidung. Worenz: „Wir haben zu viele Bälle weggeworfen, das war eine 180 Grad-Drehung des Spiels. Wenn du gegen Kapfenberg mal mit zehn Punkten hinten bist, ist das sehr schwer aufzuholen.“ Die Steirer hatten leichtes Spiel und zogen sogar auf über 20 Punkte davon. Der Abschnitt ging schließlich mit 27:10 an die Gastgeber. Die deutliche Reboundbilanz nach drei Vierteln: 27:12. 

Im vierten Viertel betrieb St. Pölten Schadensbegrenzung, verhinderte so ein Debakel.