SKN-Basketballer: Realismus schlägt die Enttäuschung

St. Pöltens Erfolgslauf wird nicht vergoldet und endet gegen das absolute Topteam der Liga. Der Blick geht nach vorne.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 02:55
Lesezeit: 2 Min
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Aapeli Alanen (l.) lieferte einen starken Auftritt gegen Graz ab: 16 Punkte mit einer Trefferquote von 60 Prozent aus dem Spiel (6/10).
Foto: Foto Wolfgang Mayer

Es sollte nicht sein. Die famose Siegesserie des SKN endete im letzten Spiel des Jahres gegen den großen Titelfavoriten aus Wien-Favoriten. Nach acht vollen Erfolgen in der Superliga und insgesamt neun mit dem Sieg im Cup verhinderte Ligakrösus BC Vienna St. Pöltens Sprung an die Tabellenspitze.

„Ich bin extrem stolz, wie wir agiert haben. Wir wollten mit erhobenen Hauptes vom Feld gehen und am Limit spielen. Das ist uns gelungen“, sah SKN-Head Coach Andreas Worenz die Marschrichtung als erfüllt an. Die Enttäuschung hielt sich nach vielen tollen Wochen in Grenzen.

Auf den Spuren von Sturm Graz

„Wir haben gesehen, dass wir mit einem Team, das über der ganzen Liga steht, mithalten können. Der zweite Platz darf uns nicht blenden. Das ist das Gleiche, wenn Sturm gegen Salzburg spielt“, zog Worenz den Vergleich mit dem Fußball und der Übermacht der Bullen.

Die „Goldgräber“ aus Wien haben im Basketball für ähnliche Verhältnisse gesorgt.

Offensive fand ihren Meister

Im Topspiel hätte gegen verwundbare Wiener eine starke Leistung für den Sieg gereicht, diese blieb in der Offensive aber aus. So reagierte auf beiden Seiten des Feldes die Defensive. „Die war über 40 Minuten von beiden Mannschaften top. Für Wien eher ungewöhnlich“, so Worenz.

So waren 31 erzielte Punkte in der ersten Hälfte der Anfang vom Ende, 68 nach 40 Minuten in der Heimhalle zu wenig. Worenz: „Man darf nie zufrieden sein, wenn man ein Spiel verliert. Ein bisschen was hat gefehlt.“

Worenz gibt die Marschrichtung vor

Nun gilt es die gute Ausgangsposition mit Blick auf die Play-offs zu verteidigen. „Es gilt die Kräfte zu mobilisieren und zurück zu kommen“, so Worenz, der festhält: „Daheim gibt es keine Ausreden mehr. Wir müssen alle Heimspiele gewinnen.“

Im Grunddurchgang warten am Donnerstag die Timberwolves, dann noch vor eigener Kulisse Oberwart und Traiskirchen. Davor geht’s aber am Sonntag zum Meister nach Gmunden.