Harland schaffte trotz Chaos vor Derby nötigen Sieg zum Klassenerhalt

Erstellt am 22. Juni 2022 | 02:19
Lesezeit: 5 Min
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Markus Sedletzky behielt heuer seine weiße Weste. Sieben Siege in sieben Bundesligaspielen für den TC Harland!
Foto: Claus Stumpfer
TC Harland stellt Klassenerhalt bereits gegen Waidhofen vorzeitig sicher. 5:4-Sieg in Steyr bringt noch Endrand sieben.
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Vor dem letzten Heimspiel zu Fronleichnam war klar: Mit einem 3-Punkte-Sieg im NÖ-Duell gegen Waidhofen kann der TC Harland den Klassenerhalt vorzeitig sicherstellen. Andernfalls muss am Samstag ein Sieg in Steyr her, damit nicht beide NÖ-Klubs in den Keller müssen.

Eigentlich sollte ein klarer Sieg gegen die noch punktelosen Waidhofner nur Formsache sein, doch dann kam für Obmann Didi Sedletzky und seine Truppe der verflixte Mittwochabend.

Rajsk-Flug gestrichen, Sedletzky mit Tochter im Spital ...

Legionär Maceij Rajski meldet sich aus Kopenhagen: Sein Flug am Donnerstagmorgen wurde gestrichen, er kann nur zum Doppel antreten! Kurz darauf Nachricht von Markus Sedletzky: Er wartet im Kramkenhaus mit seinem Töchterchen wegen einer Verletzung. Und Pauli Holzinger kränkelt.

Beim Frühstück im Klubhaus vor dem Spiel ist die Stimmung daher etwas angespannt. Doch Markus Sedletzky, auf Position Drei spielend, gibt sich in seinem Match routiniert und abgeklärt, bleibt heuer weiter ungeschlagen, siegt mit 6:4, 6:2.

Holzinger auf Vier holt sich souverän Satz Eins mit 6:1. Im umkämpften zweiten spielt aber sein Gegner Hausberger fehlerfrei und er verliert gegen Ende des Satzes seinen Aufschlag trotz 40:15-Führung noch mit 4:6. Im entscheidenden Match-Tiebreak führt Holzinger dann schon 5:1, doch es bleibt heuer wie verhext: Er verliert 8:10.

Zeitgleich findet in der Einser-Partie auf Platz Eins Harlands Timo Stodder gegen Österreichs Nummer Acht, Patrick Ofner, im ersten überhaupt nicht ins Spiel. Der Deutsche verliert überraschend glatt. Jetzt wird’s eng mit Harlands 3-Punkte-Wunsch.

Doppel dann als klare Angelegenheit

Denn ähnlich wie Holzingers Partie verläuft das Spiel von Peter Goldsteiner auf Position Zwei. Den ersten Satz hatte er zwar souverän mit 6:1 gewinnen können, doch der zweite geht mit 6:4 an Jonas Gundacker, der nun Wege findet, Goldsteiner sichtlich weh zu tun.

Im Match-Tiebreak hat dann aber wieder Goldsteiner eine 7:2-Führung. Erinnerungen an die Vorwoche (Niederlage nach 7:3-Führung in Schwaz) werden wach. Denn auch jier holt der Gegner auf. Doch mit Hilfe der wenigen, dafür umso enthusiastischeren Fans, gewinnt Goldsteiner dieses Schlüsselspiel 10:6.

David Tomic liegt im ausgeglichenen ersten Satz mit Break 4:5 zurück und holt sich danach sieben Games infolge – 7:5, 4:1. Danach kommt sein Gegner Lukas Sieghartsleitner nochmals auf 4:3 heran, ehe der Harlander auch diesen Satz 6:3 gewinnt. Lukas Jastraunig wird seiner Favoritenrolle einmal mehr gerecht und siegt glatt mit 6:0, 6:1.

Die Doppel werden dann wie erhofft durch Rajski verstärkt und sind eine klare Angelegenheit der Harlander. Und mit dem letzten Ballwechsel kommt das prognostizierte Gewitter. Die Feier des Klassenerhalts verlegen die Spieler daher in die Garderobe.

Die Patronanz der Partie hatte Stadträtin Gabriele Vavra inne.

Im Prestigeduell auch noch Steyr 5:4 bezwungen

Im letzten Bundesligaspiel der Saison ging es dann beim UTC Steyr, das am Donnerstag auswärts Anif mit 6:3 bezwungen hatte, im direkten Duell nur mehr ums Prestige und den siebenten Endrang (3. UPO). Trotzdem gab‘s wieder jede Menge enge Matches. Am Ende wurde es der dritte Sieg in ebensovielen Auswärtsspielen gegen die Oberösterreicher.

Markus Sedletzky wahrt nach einem klassischen Fehlstart (2:5) und einer tollen Aufholjagd heuer seine weiße Weste, siegt 7:6 (7:3) und 6:3. Und ebenfalls erst im Tiebreak (7:0) wird der erste Satz von Peter Goldsteiner am Nebenplatz entschieden. Und auch er gewinnt Satz zwei mit 6:3. 6:3 ebenfalls an Harland.

Maciej Rajski kämpft bis zum Schluss und wehrt drei Matchbälle ab, unterliegt aber dann doch der bisher ungeschlagenen Nummer 2 der Oberösterreicher, Juan Manuel Benitez Chavarriaga aus Kolumbien, mit 3:6 4:6.

Danach holt sich David Tomic mit seinem vierten Satzball den ersten Satz mit 9:7 im Tiebreak, verliert Satz zwei und auch das Match-Tiebreak unglücklich mit 8:10. Die Einser-Partie bringt hochklassiges Tennis und einen Sieg für Timo Stodder mit 6:3, 6:3. Und auf Position Sechs lässt Luki Jastraunig seinem Gegner wieder einmal keine Chance – 6:1, 6:2.

Bei 4:2 soll nun ein Doppelpunkt für den Sieg her und den holen Stodder/Jastraunig mit einem glatten 6:1, 6:2.

110 Jahre-Klubbestehen wird am Sonntag gefeiert

Damit endet die heurige Bundesligasaison für den TC Harland mit Platz Sieben. Vorbei mit Tennis ist es in harland aber noch lange nicht. Schon nächste Woche steht die 110-Jahr-Feier des TC Harland ins Haus.

Gegründet wurden Tennis- und Fußballverein in Harland am 26. Juni 1912. „Aber nur uns gibt es ohne Unterbrechung“ ist Sektionsleiter „Don Didi“ Sedletzky stolz. Gefeiert wird am Sonntag mit einem Doppelveranstaltung, 3er und 4er-Mannschaft spielen in Harland. „Und unser Landesligateam kommt dann aus Krems und wird bei der Grillerei auch dabei sein“, sagt Sedletzky.

Das Walter-Lirsch-Gedenkturnier wird heuer aber erst Ende Juli stattfinden. Den früheren Terminslot Anfang Juli hat jetzt der TC Ollersbach.