Lirsch-Gedenkturnier: Sedletzky verliert erneut im Finale

Erstellt am 03. August 2022 | 02:23
Lesezeit: 4 Min
19 Mal angetreten, sieben Mal im Finale, aber nur ein Titel (2017). Diesmal scheiterte der der Harlander bei seinem Heimturnier an der Nummer Eins Jonas Gundacker. Bei den Damen siegt im hochklassigen Feld überraschend die 16-jährige Tirolerin Lea Erenda.
Werbung

In etwas abgespeckter Form fand das ÖTV-Turnier des TC Harland heuer statt, trotzdem durften sich Klubboss Dietmar Sedletzky und seine Crew bei der 21. Auflage des Walter-Lirsch-Gedenkturniers über 35 Damen- und 38 Herrennennungen freuen. „Und vor allem bei den Damen waren wir heuer so stark besetzt wie noch nie“, war Sedletzky zufrieden.

Die vielen Nennungen sorgten beim verkürzten Programm in Kombination mit wechselhaftem Wetter aber für Terminstress. Speziell am ersten Tag war Improvisation angesagt. Nachdem einige 3-Satz-Partien (Sopkova besiegte Gindl etwa erst nach 4:25 Stunden) es unmöglich machten, alle geplanten 26 Spiele am Donerstag in Harland durchzuziehen, wurde eine Partie nach Ochsenburg ausgelagert und eine in den Hammerpark.

Durch die Verzögerungen waren auch viele Spieler und Zuschauer auf der Anlage, was wiederum die Kantine ins Strudeln brachte. Doch dank der Hilfe der Harlander Jugendlichen, allen voran Patrick, Alex und Lena, wurde auch diese Herausforderung gemeistert. Bei den Finalspielen am Sonntag begeisterten die Harlander Tennistalente übrigens auch als Ballkids. In Kitzbühel lief es nicht professioneller ab.

In Gundacker fand Sedletzky erneut seinen Meister

Der Semifinaltag brachte dann nach nur einer halben Stunde Spielzeit ein Gewitter, das ebenfalls für viel Arbeit sorgte. Doch „Don Didi“ und seine fleißigen Helfer meisterten auch diese Herausforderung. Überraschungen sind sportlich bis zu den Semifinals ausgeblieben.

Hausherr Markus Sedletzky zog in sein siebentes Endspiel auf der Heimanlage kampflos ein. Nur einmal hat er das Turnier bislang gewinnen können (2017). Und auch diesmal stand ihm mit der Nummer Eins Jonas Gundacker ein kaum zu bezwingender Brocken gegenüber. Der 19-Jährige plant seine Karriere nach geschaffter Matura generalstabsmäßig. „Ich hab ein Angebot ins College von Texas Tech zu wechseln, das ich wahrnehmen möchte“, erzählte er. Vorher muss er aber zum Heer. „Auch Heeressportler ist eine Option.“

In Waidhofen dürfte in der Bundesliga aber mit dem Wechsel von Ofner nach Kärnten die Zeit auch für ihn zu Ende gehen. „Don Didi“ hat seine Fühler nach Gundacker jedenfalls schon mal ausgestreckt „Mit 30 Minuten Fahrzeit von Amstetten auf euren Platz bin ich ja schneller als nach Waidhofen“, meinte er interessiert.

Und Sedletzky muss tatsächlich ein weiteres Jahr auf seinen zweiten Heimturniersieg warten. Bei seinem 19. Antreten scheiterte der 33-Jährige an Gundacker klar. Im ersten Satz unterlag er nach Aufholen eines Breakrückstands 4:6 und im zweiten war sein Widerstand gebrochen (1:6).

Lea Erenda war bei ihrem Debüt die große Sensation

Bei den Damen bezwang im Semifinale Selina Pichler (Siegerin 2019, 2021) nach abgewehrtem Matchball Anna Gröss 2:6, 7:6, 7:5. Und beim Sister-Act setzte sich erstmals die 16-jährige Hallerin Lea Erenda gegen ihre zwei Jahre ältere Schwester Sara durch. Die war im Vorjahr ins Semifinale eingezogen und hat heuer ihre Schwester mitgenommen. Für Lea war es das erste ÖTV-C-Turnier.

Und am Finaltag zeigte Lea Erenda erneut ihr riesengroßes Talent. Pichler zog ihre eigentlich gute Rückhand zu selten durch und die vielen Slice-Stoppbälle waren für die laufstarke Lea ein gefundenes Fressen. Am Ende gab es nach zwei Sätzen den ersten 500-Euro-Scheck für sie.