TC Harland steckt im Abstiegskampf

Erstellt am 15. Juni 2022 | 02:27
Lesezeit: 3 Min
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Die Siege von Urgestein Markus Sedletzky reichen derzeit nicht.
Foto: Claus Stumpfer
Bittere Niederlage in Schwaz lässt St. Pöltens Vorstädter nun doch um den Verbleib in der 1. Bundesliga zittern.
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Mit der Hoffnung auf einen Auswärtssieg in Schwaz starten Harlands Bundesligaherren die Reise nach Tirol. Markus Sedletzky feiert zum Auftakt auch einen klaren 6:4, 6:1-Sieg und hat dabei nur bei 5:1-Führung im ersten Satz eine kurze Konzentrationsschwäche. Ab 5:4 lässt er dann nur mehr ein Game bis zum Spielende zu.

Zeitgleich findet Paul Holzinger aber einmal mehr nicht in die Partie, verliert den ersten Satz gegen Philipp Schroll glatt. Im zweiten kämpft er sich zwar ins Tiebreak, verliert dieses aber 2:7. Und die Partie von Peter Goldsteiner gegen den im ersten Satz sensationell spielenden Matthias Haim bekommt dann schon vorentscheidenden Charakter.

Goldsteiner gibt sieben Punkte in Folge ab

Nach 1:6 im ersten Satz kann Goldsteiner im zweiten das Match zunächst komplett drehen, führt 5:2. Der Tiroler findet zwar noch einen Weg ins Tiebreak, das aber Goldsteiner mit 7:3 klar für sich entscheidet. Auch im Match-Tiebreak führt der Harlander 7:3. Haim wechselt danach seinen Schläger und spielt plötzlich wieder druckvoll wie im ersten Satz. Mit sieben Punkten in Folge sichert er sich den 10:7-Sieg.

Ein souveräner 6:1, 6:3-Erfolg von Luki Jastraunig bringt zwar Harland wieder heran, doch der Pole Maceij Rajskj ist in der Einser-Partie gegen den starken Tschechen Andrew Paulson dann klar unterlegen — 2:6, 2:6. „Von dem Burschen wird man sicher noch einiges hören“, zeigte sich auch TCH-Obmann Didi Sedletzky von der Nummer Eins der Tiroler beeindruckt. Und David Tomic kann seine Partie gegen den Deutschen Daniel Baumann nur bis 4:4 offen halten, verliert dann glatt 4:6, 1:6.

Damit steht es 2:4 nach den Einzeln und die Harlander entscheiden sich für eine rasche Heimfahrt — 3:6-Niederlage nach w.o. in den Doppelpartien.

Vor den beiden letzten Play-off-Spielen bringt das derzeit Platz acht in der Tabelle. Am Donnerstag soll im NÖ Derby daheim gegen Waidhofen ein großer Sieg etwas Entspannung im Kampf um den Klassenerhalt bringen. Österreichische Top-50-Spieler wie Patrick Ofner (Nr. 8), Jonas Gundacker (Nr. 18), Gregor Hausberger (Nr. 40) oder Wenzel Graski (Nr. 43) werden in Harland erwartet.

„Ist die Unterstützung der Fans auch nur annähernd so groß wie beim letzten Heimspiel gegen Irdning, dann ist mir nicht bang“, rechnet Dietmar Sedletzky mit der vollen Punktzahl, was für den Klassenerhalt reichen sollte. „Andernfalls müssten wir am Samstag auswärts in Steyr punkten“, weiß Sedletzky.

Für Harland spielen von den Legionären sowohl gegen Waidhofen als auch dann am Samstag auswärts in Steyr der Deutsche Timo Stodder, der zuletzt ein ITF-Future in Polen gewonnen hat (Finalsieg über den Ukrainer Kravchenko 2:6, 6.2, 7:5) und der Pole Maciej Rajski, der von Turnier zu Turnier hetzt.

Jozef Kovalik hatte zuletzt überraschend für Parma genannt und spielte dort Qualifikation, wäre eine Option.