Hartes Training für Ironman-WM auf Hawaii. Michi Rudolf bestritt Halbdistanz-Triathlon in Podersdorf als Formüberprüfung vor letztem Karrierehighlight, der Ironman-WM Hawaii.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 05. September 2017 (01:06)
Michaela Rudolf (r.) gewann in ihrer Altersklasse überlegen.
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Die für ASKÖ Hainfeld laufende Michaela Rudolf beendet mit Saisonende ihre erfolgreiche Triathlonkarriere. Doch bis es so weit ist, hat sie noch Großes vor: Mitte Oktober will sie beim Klassiker auf Hawaii bei den Age-Groupern nochmals „zuschlagen“.

Harte Bedingungen für Wettkampf

Nach einigen Wochen hartem Training nahm sie als Zwischenstation am Samstag den Halbdistanztriathlon in Podersdorf am Neusiedler See in Angriff. „Die Motivation, als am Wettkampftag um vier Uhr früh der Wecker klingelte, hat zwar zu wünschen übrig gelassen, denn einerseits war ich müde vom Training und andererseits war es kalt, regnerisch und der Wind blies böig, doch es half nichts: Die Generalprobe für die WM auf Hawaii war unverzichtbar und mit Wind muss man ja auch auf Hawaii immer rechnen“, nimmt sie das Positive mit.

„Das Schwimmen im Neusiedler See ist nicht meine Lieblingsdisziplin, durch den vielen Schlamm ist im Wasser nichts zu sehen und der Wasserstand ist so niedrig, dass man bei hohen Wellen immer wieder strandet oder aus Orientierungslosigkeit mit anderen Athleten kollidiert“, war sie froh, als der „Wandertag Richtung Ausstieg“ vorbei war.

Das nächste Handicap: Durch die ähnlichen „Schwimmzeiten“ kamen viele Athleten gleichzeitig in die Wechselzone, was das Rausfahren mit dem Rad schwierig machte. Und der starke Wind machte sich natürlich auch am Rad negativ bemerkbar. So konnte Rudolf in der dritten Radrunde nicht mehr ganz ihr Tempo halten, lag da aber bereits am zweiten Damenrang.

„Das Schwimmen im Neusiedler See ist nicht meine Lieblingsdisziplin"

Doch rasch war auf der Laufstrecke klar, dass der Abstand zu groß war, um die Führende anzugreifen. Im Gegenteil: „Die Dritte kam in der zweiten Runde immer näher und überholte mich kurz vor der Wende sogar“, hieß es für Rudolf dran bleiben.

Etwa zwei Kilometer vor dem Ziel mobilisierte die Harlanderin all ihre Kräfte, schließlich sollte es eine gute Generalprobe für Hawaii werden, und sie kam auch nochmals an die Zweite heran, doch am Ende fehlten neun Sekunden auf Silber.

„Wäre es etwas länger gegangen, hätte ich es geschafft“, stimmt dies Rudolf zuversichtlich für Hawaii, wo ja die doppelte Distanz wartet. Auch mit ihrer Gesamtzeit von 4:37:06 Stunden ist Rudolf zufrieden, wobei sie die Schwimmzeit mit 30:20 nicht wertet. „Das war irregulär!“Der Radsplit von 2:27:44 Stunden ist aufgrund des Windes in Ordnung, ebenso die Halbmarathonzeit von 1:35 Stunden. Ihre Altersklasse W 45-49 gewann Rudolf. „Jetzt folgt noch ein kurzer Trainingsblock und am 5. Oktober geht es ab Richtung Hawaii, wo am 14. Oktober die Ironman-WM in Szene geht.