Trotz „Eisenbahner“ brachte Gerald Havran Top-Leistung. Der St. Pöltner Gerald Havran beißt beim Mürzer Oberland die Zähne zusammen und sichert sich den zweiten Platz in der M 45.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 23. Juli 2019 (00:51)
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Gerald Havran (l.) vom RC ARBÖ St. Pölten landete wie im Vorjahr beim Mürzer Triathlon am Podest — Rang zwei!

Am Samstag war Gerald Havran vom RC ARBÖ St. Pölten wieder einmal bei einem Triathlon am Start. Der Radspezialist nahm den Mürzer Oberland Naturpark Triathlon in Angriff, ein Klassiker über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km laufen). Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen sowie der Wassertemperatur von 23 Grad herrschte allerdings Neoprenverbot.

„Beim Schwimmen gab´s von einem Mitstreiter zudem einen ordentlichen Eisenbahner gegen den linken Oberschenkel, der dann beim Laufen erst so richtig vorstellig wurde“, schildert Havran, der sich aber auch durch die Widrigkeiten nicht beirren ließ.

„Sogar das Schwimmen war sonst einigermaßen okay“, nahm er danach voller Zuversicht mit einem neuen Rennrad seinen Lieblingsstreckenabschnitt in Angriff. Und das neue Rennrad hielt bei seinem ersten Renneinsatz, was es versprach. Für die exakt 39,88 Kilometer benötigte Havran 1:01:10 Stunden, was einen Schnitt von 38,99 ergibt.

„Für mich mehr als zufriedenstellend, vor allem weil die Strecke von Neuberg über Mürzsteg nach Frein und zurückgeht, also alles andere als einfach zu fahren ist, aber das Rad funktioniert einfach.

Im Ziel ging‘s dann nur mehr hinkend voran

Danach kam der lädierte Oberschenkel beim Laufen zum Vorschein. „Die stoßende Laufbewegung bereitete permanent Schmerzen, aber ich konnte die 10 Kilometer in 41 Minuten ‚durchdrücken‘“, ist Havran stolz, auch wenn danach im Ziel sogar das Gehen Probleme bereitete. „Mal schauen, wie sich die nächsten Tage gestalten“, rechnet er mit einem Bluterguss der „wilderen Sorte“.

Nichtsdestotrotz belegte Havran mit einer Gesamtzeit von 2:14:30 Stunden in seiner Altersklasse M 45 den hervorragenden zweiten Rang. „Somit konnte ich wie schon im Vorjahr unsere Vereinsfarben in der Obersteiermark am Podest präsentieren“, freut er sich.