Erstellt am 25. Juli 2017, 02:53

von Manuel Burger

Trainer muss gehen. Der UBC St. Pölten und Headcoach Armin Göttlicher gehen getrennte Wege. Kein Wettrüsten mit den Timberwolves.

Nach nur einer Saison ist für Armin Göttlicher in St. Pölten Schluss.  |  NOEN, Stumpfer

Aus und vorbei! Unmittelbar nach der verlorenen Meisterschaft fehlte das Bekenntnis des Vereins zum Trainer, nun folgte die Trennung von Armin Göttlicher.

„Wir hatten Auffassungsunterschiede“, schildert UBC-Obmann Alfred Muschik. Konkret ging es um die mangelnde Berücksichtigung von jungen Spielern, allen voran Nachwuchshoffnung Nico Kaltenbrunner sowie die Spielphilosophie Göttlichers, die den Spielern mehr Freiräume und Verantwortung erlaubt, als der Vereinsspitze lieb ist. „Damit können wir nicht leben. Wir haben uns aber im Guten getrennt“, betont Muschik.

Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren, es soll kein ausländischer Trainer kommen, sondern eine „St. Pölten-nahe Lösung“ gefunden werden, betont Muschik.

Unterdessen rüsten sich die Vienna Timberwolves für den Aufstieg in die ABL. Mit dem Villacher Marko Kolaric kommt der Finals-MVP der vergangenen 2. Bundesliga-Saison. Während Meister Villach die Lizenzbestimmungen für die ABL aber nicht erfüllt, sind die Lichter für die Wiener bereits auf „grün“ geschaltet. Die 2. Liga wird jedenfalls schon heuer auf zwölf Vereine aufgestockt, „Güssing-Filiale“ Jennersdorf ist mit dabei.

St. Pölten hat sich für die neue Saison einen Platz unter den Top drei als Ziel gesetzt. „Wir werden nicht in Konkurrenz mit den Timberwolves treten. Es wird kein Wettrüsten geben“, stellt Muschik klar. Der Abschied von Eric Schranz ist indes doch noch nicht fix, der Center hat sich bzgl. seiner Zukunft Bedenkzeit bis Mitte August erbeten, die ihm der Klub, der ihn gerne halten möchte, natürlich einräumt.

Ein Erfolgserlebnis gab es für einen ehemaligen St. Pölten-Spieler, nämlich Thomas Schreiner. Der Nationalmannschaftskapitän gewann mit Österreich im Testspiel gegen Bulgarien mit 91:84. Schreiner war mit 14 Punkten und fünf Assists hinter Rasid Mahalbasic (21) und unserem NBA-Aushängeschild Jakob Pöltl (17) drittbester Scorer der heimischen Truppe.

Center Mahalbasic wird in der kommenden Saison übrigens in Oldenburg auflaufen. Beim Klub aus der Deutschen Bundesliga, der in der letzten Spielzeit erst im Finale an Bamberg scheiterte, ist der ehemalige St. Pölten-Trainer Mauro Parra Assistant-Coach.