Nur zwei Punkte für Panthers St. Pölten bei "West-Tour". West-Wochenende der St. Pöltner Panthers bringt trotz starkem Spiel eine Niederlage in Tirol und Arbeitssieg in Wolfurt.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 10. Februar 2021 (03:32)
Seit Sonntag smasht und blockt die Bundesligatruppe aus St. Pölten rund um Manuel Leitgeb wieder was das Zeug hält.
Stumpfer

Nach der Meisterschaftsunterbrechung standen am Wochenende für die St. Pöltner Panthers endlich wieder Spiele am Programm. Dazu waren aber eine anstrengende Reise nach Westösterreich erforderlich, die vor allem beim Auftaktspiel in Tirol den Spielern um Coach Manuel Leitgeb offenbar noch in den Gliedern saß. „Dabei wollten wir bei Hypo Tirol unbedingt Punkte mitnehmen, ist es doch einer der direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf“, meinte Sektionsleiter Harald Hofko.

Im ersten Satz überraschten die St. Pöltner die besser klassierten Gastgeber auch mit viel Angriffsdruck und konnte damit diesen Satz auch für sich entscheiden. Doch die Heimischen kamen im zweiten Durchgang besser ins Spiel und waren speziell am Block stark. Mit unglaublicher Verteidigung schafften es die Tiroler auszugleichen.

„Dann entwickelte sich ein Spiel, bei dem es wieder wirklich schade war, dass keine Fans erlaubt sind“, bedauert Hofko. Es gab lang umkämpfte Ballwechsel, vollen Einsatz auf beiden Seiten, aber leider auch das bessere Ende im dritten Satz für Tirol. „Die Jungs haben dann im vierten Satz zwar alles reingeworfen und bis zum Schluss gefightet, aber Tirol gab das Spiel nicht aus der Hand“, erzählt Hofko.

„Mit unserem Auftreten bin ich voll zufrieden, wir haben uns nichts vorzuwerfen, aber das Ergebnis ist halt nicht so, wie wir es erhofft hatten“, meinte Kapitän Köstler, der sich auch bei den mehr als 500 Zusehern im Livestream bedankt. „Mental ist diese Unterstützung enorm wichtig, da weiß man, wofür man trainiert!“

„Mit unserem Auftreten bin ich voll zufrieden, wir haben uns nichts vorzuwerfen, aber das Ergebnis ist halt nicht so, wie wir es erhofft hatten“

Am Sonntag wurde bereits um 11 Uhr in Wolfurt zum zweiten Spiel im Westen angepfiffen. Volle motiviert einen Erfolg einzufahren, gingen die USPler ans Werk und mussten leider den ersten Satz gegen die heimstarken Vorarlberger abgeben. „Mit Wut im Bauch gingen unsere Burschen dann in den zweiten Satz und stemmten sich gegen die Gastgeber“, sah Hofko das 1:1.

Mit Elan ging’s auch in Satz drei, allerdings trug Wolfurt nun energische Angriffe vor, mit denen die Leitgeb-Truppe Schwierigkeiten in der Annahme hatte. „Das machte es unseren Zuspielern immer schwerer, die Angreifer richtig zu bedienen“, erzählt Leitgeb. Der dritte Satz ging aber wieder an die Hausherrn.

Leitgeb musste danach seine Jungs, die mit dem Rücken zur Wand standen, erst wieder aufrichten. Und der Appell an die Moral klappte: Die Panthers spielten endlich wieder so Volleyball, wie sie es können. Der vierte Satz ging mit 25:14 klar an die St. Pöltner und und auch im entscheidenden Fünften haben sie keine Nerven gezeigt — 3:2-Sieg!

„1200 Kilometer gefahren, neun Sätze gespielt und nur zwei Punkte gewonnen – wir haben uns mehr erwartet! Aber das Tirol-Spiel zeigt, dass wir gut drauf sind und für unser Ziel einfach nur weiter hart arbeiten müssen“, meinte Leitgeb.

Gezeigt hat sich, dass Auswärtsspiele in Covid-Zeiten eine echte Tortur sind. „Wegen den Bestimmungen waren wir auf zwei Busse aufgeteilt, immer mit der FFP2-Maske vor Mund und Nase. Auch im Hotel in Hohenems immer Maske auf, außer beim Frühstückstisch. Das Frühstück mit Handschuhen zu holen, ist komisch, aber Sicherheit geht bevor“, erzählt Jonah Zelenka.