Erstellt am 10. Januar 2017, 05:02

von Claus Stumpfer

Späte Entscheidung. Böheimkirchen und die Union St. Pölten lieferten sich im Derby ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Es ging über die volle Distanz.

Hot-Shots-Coach Bernhard Schöffl freut sich mit seinem Mädels über die beiden Siege in der Regionalliga.  |  NOEN, privat

Am Samstag stand für die Regionalliga-Frauen die erste Runde im neuen Jahr am Programm.

Im Duell der beiden sehr jungen Teams agierten die St. Pöltnerinnen gegen die Hot Shots zunächst sehr locker und konnten die Böheimkirchnerinnen richtig fordern. „Wir haderten zu sehr mit den eigenen Fehlern und fanden nicht richtig ins Spiel, konnten gegen Ende des ersten Satzes aber ein ‚Schäufelchen‘ zulegen“, analysiert Hot-Shots-Coach Bernhard Schöffl den 25:23-Erfolg im ersten Durchgang.

Doch die USPler waren überhaupt nicht enttäuscht, kämpften bravourös weiter und holten sich die Sätze zwei und drei. „Als wir dann im vierten Satz Matchbälle abwehren mussten, sah es gar nicht mehr gut aus“, hatte sogar Schöffl das Match fast schon abgehakt. Doch mit einem fantastischen Finish setzten sich die Hot Shots 26:24 durch, womit alles angerichtet war für einen spannenden Entscheidungssatz.

Böheimkirchen startete gut und ging mit 8:6 nach hervorragenden Angriffen von Theresa Förster in den Seitenwechsel. Auch die Organisation in der Annahme klappte nun gut und man konnte den Satz 15:11 und somit das Match ins Trockene bringen.

„Uns ist gerade noch rechtzeitig der Knopf aufgegangen“, freut sich Schöffl. Der Schlüssel zum Erfolg für ihn? „Die sehr konstante Annahme-Leistung rund um Kapitänin Lisa Binder gegen Ende des Matches brachte die Entscheidung gegen die wuchtig servierenden USPlerinnen.“

Direkt im Anschluss ans zweistündige Match mussten die Hot Shots gegen Oberweiden nochmals alle Reserven freisetzen und dies gelang perfekt. „Wie auf einer Erfolgswelle sind die Mädels durch dieses Spiel geritten“, sah Schöffl alles gelingen. Spektakuläre Serviceserien von Nini Winter, Theresa Förster sowie Maria und Kathi Thoma sorgten für große Verunsicherung bei den Gegnerinnen.

„Toll, wie auch junge Spielerinnen in der heurigen Saison zu richtigen Leistungsträgern herangewachsen sind“, meinte auch Alois Binder, Matchsponsor von Elektro Binder.