Volle Halle peitscht Panthers zum Sieg. Nach dem Sieg über Vorjahresmeister Steyr haben die St. Pöltner gute Chancen ins obere Play-off einzuziehen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 05. Februar 2019 (03:57)
Claus Stumpfer
Robert Kirkovits „prügelt“auch gegen Vorjahresmeister Steyr die St. Pöltner mit seinen Schmetterbällen zum Sieg.

USP ST. PÖLTEN - UVC STEYR 3:2. Der regierende Meister der 2. Bundesliga ist heuer zwar weit von seiner Form aus dem Vorjahr entfernt, trotzdem hat in der HTL Spannung vor dem Spiel geherrscht. Schließlich ging es für die Oberösterreicher schon um die letzte Chance, um heuer erneut noch um den Titel ein Wörtchen mitreden zu können.

„Und die Spiele gegen die Steyrer waren in der Vergangenheit immer von Kampf und Spannung geprägt“, rechnete St. Pöltens Spielertrainer wie fast 200 Fans in der Halle mit einer packenden Partie. Und die Serie der Klassespiele gegen Steyr sollte sich tatsächlich fortsetzen.

Die Hausherrn sind in den ersten Satz ganz gut gestartet, auch wenn noch nicht alles nach Leitgebs Plan gelaufen ist. „Gegen Mitte des Satzes waren beide Teams gleichauf. St. Pölten führte bis 21:20 hauchdünn, doch dann drehte Steyr auf, erspielte sich drei Satzbälle und verwertete den Letzten davon — 23:25.

Im zweiten Satz waren die Landeshauptstädter dann hellwach, Steyr hielt dagegen und somit entwickelte sich erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Satzende. „Wir hatten im Finish aber die besseren Ideen und konnte den Satz doch noch souverän mit 25:21 gewinnen“, war Leitgeb zufrieden.

Und die Psychoschlacht setzte sich im dritten Satz mit unverminderter Intensität fort. Hin und her wogte das Spiel im Ein-Punkte-Takt. Die Panthers kämpften beherzt, konnten aber den gegnerischen Block nur schwer überwinden. Ein 27:25 zugunsten Steyrs war die Folge.

Bis Mitte des vierten Satzes blieb es eine unglaublich ausgeglichene Partie, doch dann waren es die Gäste, die als erste sichtlich den Faden verloren. „In ihr Spiel kam etwas Unordnung und wir haben das gnadenlos ausgenützt“, lacht Leitgeb, der seine Jungs gepusht hat. „Schlüssel zum Sieg war, dass wir endlich ihren Hauptangreifer besser in den Griff bekommen haben“, weiß der Coach. Der aber noch ergänzt: „Dazu kam unser siebenter Mann am Feld, das Publikum!“

St. Pöltner Fans waren wieder siebenter Mann

Aufgepeitscht von den Fans erspielten sich die Panthers Punkt um Punkt und zogen davon — 25:18 zum 2:2-Satzausgleich. Ein weiteres Mal musste heuer also ein fünfter Satz die Entscheidung bringen. Und wie schon so oft gab es da bei den entfesselten Panthers kein Halten mehr. Unter dem Jubel des Publikums wurde der Satz mit 15:12 und somit auch das Match gewonnen.

„Extrem wichtige Punkte, um unter die Top-4 im Grunddurchgang zu kommen“, weiß Leitgeb, der aber trotzdem noch nicht den Einzug ins Meister-Play-off feiern kann, da Oberndorf gegen Hypo Tirol gewonnen und mit den Panthers punktemäßig gleichgezogen hat. „Aber der Weg passt und wir rechnen mit dem oberen Play-off“, erklärte Leitgeb selbstbewusst.

„Keine Topleistung wie beim Auswärtssieg gegen Hypo, aber wichtig sind die Punkte. Und vor allem die Stimmung sowie die Form in Richtung Cup-Halbfinale am 22. Februar in Graz stimmen“, ergänzte Kapitän Puchner.